272
andere Weise als durch Treulosigkeit und Bcrrathnnnchmbar machen; — wem anders verdankt sie die-ses Alles, als jener lange Reihe von frommen Krie-gern, unter denen ein Lille-Adam und ein Lavalette>o würdige Nachfolger hatten, und die beynahe alle biszum Ende auf eine edle Weise die Borhut der Christen-heit bildeten, so oft sie sich gegen ihre Feinde verthei-digen mußte.
Die Worte »Treulosigkeit und Bcrrath« entschlüpf-ten meiner Feder, und ich versichere Sie, mein lieberFreund! als ich sie niederschrieb, habe ich in meinemHerzen den lebhaftesten Unwillen gefühlt. Die schwär-zeste Treulosigkeit, der gottloseste Bcrrath war es, der,indem er die uneinnehmbaren Wälle auslieferte, dieich seit meiner Ankunft nicht genug bewundern kann,dem berühmten Orden, Maltas Ruhm, den Todes-strcich versetzt, und dem katholischen Malta das schmerz-liche Loos bereitet hat, das es noch heut zu Tage tra-gen muß.
Sic kennen den Mann, mein lieber Karl! der esim Jahre 1793 an der Spitze von 40,000 Soldatenunternahm, Egypten für eine Republik zu erobern, dieer nach dem Willen der Borsehung einst unbarmherzigzerstören sollte. Er hatte den Auftrag, im Vorübcr-scgeln Malta zu überraschen und sich seiner zu bemäch-tigen. Seit langer Zeit hatten Emissäre der revolutio-nären Propaganda sich auf der Insel eingeschlichen,im Geheimen den Aufstand vorbereitet, und schmach-voll genug waren einige von denen, die das Kreuz auf