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dürste, sie zu übertreffen, oder selbst ihnen nur gleichzu kommen. Wenn Sie eine etwas gründliche Kcnnt-niß von Obercgypten zu erlangen wünschen, so ziehenSie die Werke der Gelehrten zu Rathe, welche diefranzösische Expedition im Oriente begleitet hatten,schöpfen Sie aus den Berichten eines Jomard, Denon,Champollion, und Sie werden da das weite Gemäldeder Dinge ausgebreitet finden, die ich gesehen nnd be-wundert habe.
Dennoch kann ich diesen Gegenstand nicht verlassen,mein lieber Karl! ohne Ihnen zu sagen, daß, wie großimmer meine Bewunderung war, der Eindruck, den icham schnellsten und stärksten empfunden, der sich beymAnblick der egyptischen Tempel am häufigsten erneuerte,t'n Eindruck der Pein, des Schmerzens und des Mit-l. .ens gewesen ist, den der befremdende Kontrastzwischen der Pracht, der Größe dieser unvergleichlichenGebäude, und der Gehaltlosigkeit und dem Nichts derabgeschmackten Götter, denen sie errichtet worden waren,und die man darin anbetete, hervorgebracht hat.
Der Egyptier, der so groß scheint, wenn man ihnin seinen Meisterwerken betrachtet, erscheint, wenn manihn nach den Gegenständen seiner Religion beurtheilet,auf welche seine Werke sich beziehen, als klein, ver-ächtlich, geistlos. Kein Volk hat so sehr die Gottheitherabgewürdiget, keines so sehr die Menschheit erniedrigtund verächtlich gemacht. Abergläubischer, als jedesandere Volk, begnügte es sich nicht damit, seine Hul-