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Wie groß war mein Erstaunen, als ich am andernTage, meine Beduinen rufend, ein Echo, das schönstevielleicht, das ich in meinem Leben gehört habe, meineWorte sehr deutlich wiederholen hörte. Es machte mirein um so größeres Vergnügen, als ich weit entferntgewesen war, so etwas hier zu erwarten, und stattnoch einmal meine Leute zu rufen, rief ich in derFreude meines Herzens die Namen: Jesus! Maria!Joseph!
Und das Echo gab die Worte: Jesus! Maria!Joseph! mit der größten Genauigkeit wieder.
Entzückt, außer mir, einen muselmännischen Felsenmitsingen zu hören, und in der Absicht, ein so süßesVergnügen zu verlängern, stimmte ich aus allen meinenKräften das Salve Regina an und sang es vom Anfangbis zum Ende. Das Echo sang mit mir, und ließ miteiner bewunderungswürdigen Treue alle meine Wortein die Ferne der Wüste hin erschallen. Meine Be-duinen hörten erstaunt und stillschweigend zu; sieschienen mein Entzücken zu theilen, und um es nichtzu unterbrechen, warteten sie, statt zu mir zu kommen,geduldig, bis ich zu ihnen käme.
Am 9. fühlte ich mich mehr als gewöhnlich ange-griffen. Ich besorgte, die Reise nicht mehr aushaltenzu können, und genöthiget zu seyn, früher als zur ge-wöhnlichen Stunde anhalten zu müssen. Ich mußtemir die größte Gewalt anthun, um endlich den Ort zuerreichen, wo die Nacht zugebracht werden sollte. Manbeeilte sich mein Zelt aufzuschlagen; ich hatte einen