Druckschrift 
Theil 3 (1837)
Entstehung
Seite
213
Einzelbild herunterladen
 

213

ausgenommen, den mir anfangs ihr unaufhörlichesGeschwätz verursacht hatte, das, wie ich Ihnen schonsagte, allen Arabern gemein ist, ihre Dienste nur zurühmen hatte. Auf der Rückreise führten sie mich einenandern, längern Weg, der aber, ihrer Behauptung nach,besser als jener wäre, den wir auf der Reise zum Sinaieingeschlagen hatten. Doch hatte ich eben nicht Ursache,mit ihm zufriedener zu seyn, als mit dem andern.Wir sahen während der ersten Tage nichts, als Felsen,Steine, Sand und einige Kameele, die umher irrten,um hier und da einige schlechte Nahrung zu suchen.

Am 6. war die Reise außerordentlich beschwerlich;wir machten zehn Stunden, beständig von einemWinde belästigt, der uns sehr heftig entgegen blies.Ich hatte die größte Mühe, mich auf meinem Drome-dar zu erhalten, mein Hut wurde in Stücke zerrissen,mein Janitschar Mahomcd wäre trotz seiner Geschick-lichkeit bald abgeworfen worden, und ich hielt es einigeZeit lang für unmöglich, dem Orkane Widerstand zuleisten. Als ich am Abende mein Zelt aufschlagenlassen wollte, ward es noch ärger. Zehnmal wurdees aufgerichtet, und jedesmal vierzig bis fünfzig Schritteweit fortgerissen. Es konnte endlich nur an einer Stellebefestiget werden, wo ein naher Felsen Schutz vor demWinde gewährte, in einiger Entfernung von dem Orte,wo sich meine Leute der Gesträuche wegen niederge-lassen hatten. Um das Elend voll zu machen, war esunmöglich, ein Feuer zu Stande zu bringen. Dasungestüme Wetter hörte erst später in der Nacht auf.