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Theil 3 (1837)
Entstehung
Seite
209
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I

LOS

kennen. Ich war um so mehr darüber erstaunt, dai so etwas unter den Griechen dieser Gegenden sehr seltenist. Als ich die Kirche verließ, stellte ich dcßhalb an! einen der Bäter eine Frage der Neugierde, indem ich! den kennen zu lernen wünschte, dessen Stimme michi bezaubert hatte. »Jener ist's,« sagte er, und zeigte mirihn, nur einige Schritte von uns entfernt. »Erwürbei besser thun, setzte er unmuthig hinzu, zu schweigen, oders sich bcym Breviergebete nach dem Gebrauche der Ge-meinde zu richten.« Damit sie dieß verstehen, lieberFreund! muß ich Ihnen sagen, daß es Gebrauch derGemeinde ist, in einem näselnden Tone zu singen, was1 einen sehr unangenehmen Eindruck macht. Es kostetemich Mühe, nicht zu zeigen, daß ich keineswegs seinerMeinung war.

Am Abende nahm ich von der Gemeinde, die bey-nahe vollständig versammelt war, Abschied. Sie be-steht aus fünf und vierzig bis fünfzig Mönchen, unteri denen sich Greise befinden, die siebenzig bis achtzigJahre alt sind, und kaum vierzig zu haben scheinen, sokräftig und stark ist ihre Gesundheit. Der älteste vonihnen ist sechs und neunzig Jahre alt, und zeigt nochl alle Lebhaftigkeit der Jugend. Mit einem herrlicheni l Auge begabt liest er ohne Brille, und in den Verrich-tungen, die ihm zu thun obliegen, ist er für seine Mit-0 brüder ein Muster der Thätigkeit und Genauigkeit.^ Diese gesunde Körperbcschaffenhcit kommt nicht allein! von der Ruhe, der Einfachheit, der Regelmäßigkeit derLebensweise her, die in allen Gemeinden herrscht, son-