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Theil 3 (1837)
Entstehung
Seite
208
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stürzt, verwirrt über die außerordentliche Blindheit, undüber den grenzenlosen Undank, welcher die glänzend-sten und eben erst empfangenen Wohlthaten vergessenkonnte. Um mir ein so befremdendes Creigniß zuerklären, fühlte ich mich angezogen, in mich selbst ein-zugehen und die Erbärmlichkeiten meines eigenen Her-zens sorgfältig zu untersuchen, und ich erkannte end-lich, daß es diesem Herzen, undankbarer noch, nurzu oft begegnet ist, nachdem es von Gott nicht mindergroße Gnaden und Gunstbczeugungcn erhalten, fremdeGottheiten anzubeten, Götter, welche die Welt verehrt.Ich war glücklich genug, am Tage meiner Reue in denHänden der Leviten des neuen Gesetzes statt desSchwertes, das den Tod gibt, das Kreuz meinesErlösers, seine Barmherzigkeit, und meine Verzeihunggefunden zu haben.

Da am 4. meine Kameele angekommen waren, sobeschäftigte ich mich beynahe den ganzen Tag mit denVorbereitungen zu meiner Reise.

Am Morgen begab ich mich in die Kapelle desbrennenden Dornbusches, und von da zum Grabe derheiligen Katharina, um hier einige Augenblicke zu ver-weilen. Die Väter beteten die Tagzeiten. In meinemGebete zerstreute mich eine herrliche Stimme, derenlieblicher und harmonischer Gesang mit dem der übri-gen Mönche einen ganz besondern Kontrast bildete.An den Tönen dieser Stimme, die noch durch ein ge-schmeidiges und wohlklingendes Organ begünstigt ward,glaubte ich die Manier der italienischen Schule zu er-