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Theil 3 (1837)
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Gott dem Moses sein Gesetz gab, und jenseits dieser,mit gelben und welken Gesträuchen bedeckten Ebene,aus dem weiten Amphitheater der Berge, die sie be-gränzcn.

Auf dem Felsen sitzend ließ ich meinen Gedankenfteyen Lauf. Erinnerungen an die Vergangenheit, diein Menge erwachten, ließen sowohl die Wunder derVorliebe Gottes für sein Volk, als das Wunder vonUndankbarkeit dieses rohen und sinnlichen Volkes schnellan mir vorüber ziehen. Niemals habe ich die unge-heuere Größe der Pflichtvcrgefsenhcit Israels, dasam Fuße dieser Berge den Götzendienst annahm, sotief empfunden. Ich sah mitten im Lager den ver-ruchten Altar, den Aaron errichtet hatte; ich sah dasabscheuliche Götzenbild, die dargebrachten Brand- undSchlachtopfer, und die Menge, die den Herrn vergaß,der sie aus Egypten geführt hatte, die einen beymEssen und Trinken sitzend, die andern sich wahnsinnigerFreude, unzüchtigen Tanzen hingebend. Ich sah Mo-ses, wie er in Eile vom Sinai herab kam, und inder Aufregung seines heiligen Zornes die Gesetzes-tafeln zerbrach; ich sah die Kinder Levi's, wie sie mitSchwertern bewaffnet von einem Thore des Lagerszum andern eilten, und dem Bruder, dem Verwandten,dem Freunde den Todesstrcich versetzten; ich hörtedas Geschrey der Strafbaren, die unter ihren Strei-chen sielen und ihren Geist aufgaben. Und zu gleicherZeit erkannte ich in diesem schrecklichen Schauspiele dieGerechtigkeit der göttlichen Vergeltung; ich war de-