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Theil 3 (1837)
Entstehung
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warf sie ins Feuer. Eine treulose Frau, ein Mäd-chen, das seine Ehre verloren, werden mit der nämlichenStrenge bestraft. Dieß geschieht jedoch nicht öffentlich.Der Gatte oder Vater führt von einigen Verwandtenbegleitet die Schuldige bey Seite in die Berge, undvollzieht dort die Strafe an ihr.

Der allgemeine Charakter dieser Stämme ist eineleidenschaftliche Liebe zur Unabhängigkeit; weit entferntdie Lage der Städtebewohner zu beneiden, sind ihnendiese ein Gegenstand der Verachtung. Sie haben einengewissen Stolz, gewisse erhabene Gesinnungen. Gast-freundschaft ist ihnen theuer; sie üben sie selbst gegenFeinde aus. Sie verachten die Titel, welche die mensch- Iliche Eitelkeit ersonnen hat; den Titel eines VatcrSschätzt der Beduine am höchsten; so bald ihm ein Sohngeboren wird, fügt er den Namen desselben dem seini-gen bey.

Wenn einerseits der Vater voll Liebe für seine Kin-der ist, so gleicht andererseits nichts der Achtung derKinder gegen die Urheber ihrer Tage. Unter den Leu-ten meines Gefolges befanden sich zwey Beduinen, dieverheirathet und Familienväter sind. Sie sind sehrbrave Männer, deren Dienstleistungen ich von Zeit zuZeit mit kleinen Geschenken vergalt. Nie hat der Eineoder der Andere das Mindeste von mir empfangen, ohnedie Augen zum Himmel zu erheben, und zu sagen:»das ist für unsere gute Mutter,« indem ihr erster Ge-danke derjenigen gewidmet war, der sie ihr Daseynverdankten.