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Die Felsen sind kahl, die Lust ist ohne Vögel, Allesist düster, traurig, und diese Traurigkeit wird durchnichts gemildert, als etwa durch die Aussicht auf dasMeer, dessen Wasser von einem bewunderungswürdi-gen Lasurblau ist.
Das Innere der Stadt entspricht dem Acußern;schlecht gebaute Häuser, tiefes Elend, halbnackte Ein-wohner, ganz nackte Kinder, die, wie in ganz Egyp-ten, ein leichenhastes Aussehen haben und sehr garstigsind. Die beynahe in allen Gegenden Europa's soschönen, so interessanten Kinder sind in Suez häßlich.Die meisten haben kranke, von Mücken belagerte Au-gen, die sie wegzujagen, sich nicht einmal die Mühegeben. Beynahe alle gehen mit gesenktem Kopfe,haben einen dicken Bauch, oder andere noch weil zu-rückschreckendem Körperfehler. Nur unter den Greisenfindet man Gestalten, die einen weniger unangenehmenEindruck machen, oder selbst einige, die nicht ohne Adelsind; ich habe deren gesehen, die einen wahrhaft be-mcrkcnswerthen Kopf hatten. Dieser Kontrast ist mirum so auffallender und unerklarbarer, da er mir mitder gewöhnlichen Wirkung der Natur geradezu imWiderspruche zu stehen scheint.
Man sieht in Suez weder einen Baum, noch einePflanze; es gibt kein Wasser, außer das, welches mandahin bringt. Der Einwohner stirbt da, ohne je denGeruch einer Blume genossen, oder eine Frucht ge-pflückt, ohne jemals sich durch das Wasser einer hellenQuelle erquickt zu haben. Man muß das nöthige