Druckschrift 
Theil 3 (1837)
Entstehung
Seite
120
Einzelbild herunterladen
 

120

begriffen hätte, und daß ich dann mit Gedanken desHeiles und mit einem Herzen wieder herabgestiegenwäre, das, von der Vergänglichkeit dieser Welt mehrals sonst durchdrungen, und mehr noch als sonst ent-täuscht über Alles, was um uns vorgeht, desto festerden Entschluß gefaßt hätte, seinen Ruhm im Ruhmedessen zu suchen, der allein ihm Glück und eine seligeEwigkeit gewähren kann.

Aber nach einigen Vorstellungen unserer Fühwmußten wir einem Unternehmen entsagen, dessen Aus-führung um so mühsamer und gefährlicher gewesenwäre, als derlWind sehr heftig war. Mehrere Steine,welche die Stufen des Denkmales bilden, sind gespal-ten; einige, auf welche die Sonne mehr wirkt, sinkverwittert; andere, die nicht mehr fest verbunden sind,lösen sich ab, stürzen ganz oder theilweise herab, undgeben, wenn man nur ein wenig unvorsichtig ist, Ver-anlassung zu traurigen Unfällen. Es ist noch nichtlange, daß ein Engländer hier umkam. Auf einer ge-wissen Höhe angekommen, stürzte er rücklings herab,und fand am Fuße der Pyramide seinen Tod.

Die zweyte Pyramide, die des Cephrcn, ungefähr600 Schritte von der vorigen entfernt, gleicht ihr bei-nahe an Höhe. Sie unterscheidet sich von ihr durchihren Gipfel, der in eine Spitze ausläuft, noch mehraber durch ihre Grundfläche, deren Umfang viel kleinerist. Der untere Theil, den gegenwärtig Sand undSchutt verbergen, besteht nach Herodot aus Stemmaus Ethiopien von verschiedenen Farben, die eine Art