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Memphis war, so haben mehrere Gelehrte geglaubt,die Sphynx sty die Schutzgotthcit derselben gewesen;sie habe hier Orakelsprüche gethan, und durch die Oeff-uung, von der ich so eben gesprochen, hätten sich diePriester in den Körper begeben, und von da aus derSphynr ihre Stimme geliehen. Andere stützen sich aufeinige alte Sagen, und auf die Stellung der Statueselbst, die mit ihrer Borderseite dem Nil zugekehrt ist,und glauben, daß sie die einfache Bestimmung gehabthabe, das Austreten des Nil anzuzeigen. Eine nochziemlich allgemeine Meinung, die jedoch nicht durchtriftige Gründe gerechtfertigt zu scyn scheint, ist auch,daß sie durch unterirdische Höhlen mit den höchstenPyramiden in Verbindung gestanden sey.
Nachdem wir in Beziehung auf die Sphynx unsereWißbegierde befriedigt hatten, richteten wir unsereSchritte zu den Pyramiden, die nicht weit davon ent-fernt sind. Ich habe Ihnen gesagt, welchen Eindrucksie, von weitem gesehen, auf mich gemacht haben.In der Nähe maß sie mein Auge gleichsam ohne Ver-wunderung und Erstaunen. Was mir allein auffiel,war das außerordentliche Mißvcrhältniß zwischen diesenriesenhaften Massen und zwischen dem, was sie bedeckensollten. Ihre außerordentliche Höhe, ihr ungeheuererUmfang, diese Felsen auf Felsen gehäuft, die mit ihremganzen Gewichte nur ein wenig Staub decken; — eshätte nicht so viel bedurft, um in meiner Seele Ge-danken zu erwecken, die nie etwas, was ich immer vonGegenständen gelesen oder gesehen habe, die am gecig-