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wir glaubten, sie berühren zu können, obgleich sie nochdurch einen Zwischenraum von einer halben Stundevon uns getrennt waren. Endlich befanden wir unsnahe an der Höhe, auf der sie stehen.
Wir waren bereits zehn Minuten im Ersteigen desHügels begriffen, der dahin führt, als wir die berühmteSphynx sahen; wir beeilten uns, ihr naher zu kom-men. Wir konnten nur den Kopf, den Hals, undeinen Theil des Rückens sehen; das Uebrige ist imSande vergraben.
Diese ungeheuere Statue besteht aus einem einzigenSteinblocke, der, wie man versichert, einen Theil desFelsen ausmacht, auf dem sie sich erhebt. Man hatjedoch bemerkt, daß ihre Farbe eine andere ist, alsdie des Felsen; sie ist dunkelgclb. Da jedoch an denStellen, wo ein Theil abgebrochen ist, diese Verschie-denheit nicht herrscht, so schloß man daraus, daß derKoloß ursprünglich von den Egpptiern angestrichen wor-den war.
Wegen der außerordentlichen Dicke und Länge desKopfes und des Halses halt man schon lange dafür,daß die Dimensionen des ganzen Kolosses ungeheuerseyn müßten. Man zweifelte jedoch, daß sie so wären,wie sie Plinius angibt, welcher versichert, daß die Längevon der Stirne an bis zum Bauche hinunter 172Fuß betrage. Die Aufgrabungen, die in neuester ZeitHerr Caviglia, ehemaliger Marine-Offizier, vornehmenließ, haben bewiesen, daß diese Angabe nicht übertrie-ben sey, und jeden Zweifel entfernt. Dieser Gelehrte