III
tcn und Vermuthungen gehabt. Nach den Entdeckun-gen, die Herr Champollion gemacht hat, nimmt manheut zu Tage für gewiß an, daß sie unter der drittenDynastie erbaut worden und die ältesten der bekanntenWelt sind.
Am folgenden Tage um g Uhr Morgens machtenwir uns wieder auf den Weg. Nachdem wir theilsdurch sehr gut angebaute Felder, theils auf einem hohenDamme, der während der Ueberschwemmung als Wegdient, beynahe eine Stunde zurückgelegt hatten, be-traten wir die Wüste, die auf diesem Punkte zweyStunden von den Pyramiden von Gizch, die wir be-suchen wollten, beginnt. Unglücklicherweise änderte sichplötzlich das Wetter, das bisher herrlich gewesen war.Auf einen schönen Morgen folgte ein kalter Wind, derso heftig war, daß er einen unserer Gefährten beynaheumgerissen hätte. Um demselben zu widerstehen, muß-ten wir eine Gruppe bilden und unsere Führer anunserer Seite behalten. Unsere Spuren verschwandenin demselben Augenblicke wieder, wo sie sich im Bodeneingedrückt hatten; der Sand flog umher und bedeckteuns. Ein dichter Nebel entzog uns den Anblick derPyramiden, obgleich sie wie Berge emporragen; unsereAugen suchten sie vergebens; Alles, was uns umgab,war von einem Ozean von Staub überschüttet. Erstnach Verlauf einer Stunde konnten wir wie durcheinen Schleyer die Denkmäler wieder sehen. Baldnachher drang die Sonne durch die Wolken; sie zeigtensich plötzlich unfern Blicken, und zwar so nahe, daß