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erstrecken sich nach allen Richtungen hin lange, mei-stens in die Felsen gehauene Gewölbe, in deren Wan-den Nischen angebracht sind, bestimmt die Leichnameaufzunehmen. Man gelangt durch ziemlich tiefe Schächtehinunter, indem man sich an einem Stricke hinab läßt,oder aus cingehauenen, nicht steilen Wegen. Der Rei-sende, der sich in diese unterirdischen Räume begibt,kann, so zu sagen, keinen Schritt thun, ohne auf Spu-ren der abscheulichsten Entweihung zu stoßen, auf oftgroße Stücke zerbrochener Mumien, auf Knochen, Fetzenvon Grabtüchcrn, in deren unzähligen Falten die Leich-name eingehüllt waren, auf Bänder, Trümmer hölzer-ner Särge, Materialien, die zum Einbalsamiren dien-ten ?c. Selten trifft man jetzt mehr ein Grab, dasnoch nicht beraubt worden wäre. Der Fremde, wenner auch über diese unwürdige Beraubung noch so sehrempört ist, kauft endlich dem zudringlichen Araber, derin diesen Dingen nur Gegenstände des Gewinnes sieht,einige dieser »Reliquien« ab, indem er für seine Personnichts, als etwas Alterthümliches darin sieht. Ichselbst, ich gestehe es Ihnen, mein lieber Frennd! unter-lag, nicht ohne einiges Bedenken, der Versuchung;ich kaufte nemlich von einem Beduinen einige kleine,aus gebrannter Erde grob gearbeitete Götzenbilder, dieer aus den Gräbern genommen hatte.
Die Pyramiden von Sakara sind zahlreich. EineStunde von Alt-Cairo hatten wir deren neun unter-cheiden können; am Orte selbst sahen wir noch achtandere kleinere. Die Höhe, auf der sie stehen, beträgt