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stürzt liegt vor dem Schutte eines Tempels, der nichtmehr ist, und auf der Stätte einer Stadt, die vonallen Denkmälern ihres Glanzes und ihrer Größe nurmehr einige unförmliche Steine zeigt.
Gegen Abend kamen wir in Sakara an, und brach-ten die Nacht da zu.
Sakara, am linken Ufer des Nil gelegen, zählte,sagt man, unter der Herrschaft der Mameluken, igov0Einwohner. Gegenwärtig ist es nichts mehr, als ein Dorfin welchem iman kaumzoov finden würde. Die Hauptbe-schäftigung der Bewohner ist, die Mumien aufzusuchen, das ist, die einbalsamirten Körper der alten Egyp-tier, die seit mehreren Jahrhunderten der Gegenstandeines wichtigen Handels mit den Europäern sind. DieEbene von Sakara, wo diese Körper ruhen, war dieNekropolis (Todtenstadt) des südlichen Theiles vonMemphis. Jener Theil dieser Ebene, wo man diemeisten findet, ist ungefähr eine Stunde vom Dorfeentfernt; man nennt ihn heut zu Tage »Feld decMumien/ Er bietet für jeden, der noch einiges Ge-fühl von Achtung hat, die man den Todten schuldigist, ein trauriges und schmerzliches Schauspiel dar.Man stößt hie und da auf Trümmer von Grabmälcrn,auf kleine Geschirre von Erde oder Glas, aufScherben,Götzenbilder, Stücke zerrissenen Zeuges, und auf an-dere Gegenstände, die von den Aufwühlungen einerruchlosen Geldgierde Zcugniß geben. Dieses wirdnoch arger, wenn man bis in die Katakomben dringt,die der Sand der Wüste bedeckt. Unter diesem Sande