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bewässern, darüber, braucht das Wasser zu lange Zeit,um wieder zu verlaufen.«
Die Grade des Steigens werden jährlich an einerSäule bemerkt, die in einer Moschee zu Cairo steht.Vor der christlichen Zeitrechnung merkte man sie aneiner ähnlichen Säule im Tempel des Gottes Serapisan, dessen Borsorge die Leichtgläubigkeit der Egyptierdie Gunst der Uebcrschwemmung zuschrieb. Zur Zeit,wo das Evangelium gepredigt wurde, bedrohten dieFürsten die Bewohner des Landes, um sie von demVorsätze abzubringen, den Glauben anzunehmen, mitdem Zorne des Gottes, der, sagten sie, sich dadurchrächen werde, daß er das Land mit Trockenheit undUnfruchtbarkeit strafe. Die Christen vermehrten sichdessen ungeachtet, und nahmen zuletzt sogar die Säuledes Serapis aus seinem Tempel weg; sie versetztenselbe in ihresKirche in Alexandrien. Die Rache desGottes aber, wie die so vieler andern, ist bisher nichterfolgt.
Unter den Alten, welche die Ursachen des perio-dischen Austretcns des Nils zu erforschen suchten, habenmehrere vermuthet, daß es dem häusigen Regen zuzu-schreiben sey, der ivom Monate Mai an bis zum Sep-tember in Ethiopien herabströmt. Heut zu Tagezweifelt Niemand mehr an dieser Thatsache, und siewird durch die Beobachtungen und das einstimmigeZeugniß aller Reiseuden bestättigt.
Der Nil fließt in Obcregyptcn in einem und dem-selben Bette zwischen zwey Gebirgsketten, die ein Thal