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Bekenntnisse
Entstehung
Seite
170
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17t> A. Augustinus Bekenntnisse.

Hütt' ick daran gezweifelt, daß ich lebt', als daß eineWahrheit wäre, die durch die Schöpfung erkannt wird.

Und ich schaut' auf die Dinge unter dir und sah,daß sie weder ganzlich waren, noch ganzlich nicht wa-ren: daß sie zwar waren, weil sie von dir, aber nichtwaren, w>il sie nicht waren was Du bist. Denn dasist wahrhaft, was unwandelbar bleibt. Mir aber istnützlich und gut, Gott anzuhangen: denn bleib' ichnicht in Ihm, so kann ich auch nicht in Mir bleiben.Er aber in sich bleibend erneut -alles, und du bistmein Herr, weil du meines Guten nicht bedarfst.

Und es leuchtete mir ein, daß es Gutes gäbe,was verderblich, und was, wär' es höchstes Gutes,oder durchaus kein Gutes, nicht verderblich wäre.Denn als höchstes Gutes wär' es unverdcrblich; wärsaber durchaus kein Gutes, so könnte nichts daran ver-dorben werden. Denn Berderbung schadet, und scha-det nur durch Minderung des Guten. Also schadetentweder Verderbung nichts, was nicht sein kann, oder,was demnach unleugbar ist, alles was verdorben wird,verliert Gutes. Verlieren Dinge aber alles Gute, sosind sie durchaus nicht mehr: denn würden sie nochsein, und,könnten nicht weiter verdorben werden, sowürden sie besser sein, weil sie fortdauernd unverdcrb-lich da blieben. Und was ist ungeheurer, als zu sagen:Dinge wären besser geworden durch Verlust alles Gu-ten? Also nach Verlust alles Guten werden sie nichtmehr sein. Also so lange sie sind, sind sie gut. AlsoAlles was ist, ist gut. Und das Übel, nach dessenUrsprung ich forscht', ist keine Substanz, weil es, wär'