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Die Birnbaumer Dnrugs.
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hypothezierten Kirchengelder gekündigt. Welchsinnlos barbarische Herrschsucht die damaligeBürokratie sich erlauben durfte, zeigt die Strafe, Hin die Höckel genommen wurde: 3 Tbl., weiler der Anzeige die vorgeschriebene Abschrift, zu-gleich 10 THIr., weil er die Bestallung als Vor-mund nicht beigefügt hatte. — Aus dein baldunvermeidlich gewordncn Konkurse erstand dieWitwe 23. 4. 39 das Gut, verkaufte es 24. ll. 62an Graf Finkenstein und quittierte 1776 über 2666Thlr. Restkaufgeld, zugleich dem vorbehaltenenWohnungsrecht entsagend.
Alexander Gottlob, in Schönow 11. 16.1742 geb., trat Mai 66 in Königsberg ins Drag.-Reg. (6t Meyer ein, stand 21 Jahr alt als Ltnt.bei den Wiirtbg.-Drag., ward 16. 9. 76 Prltnt.,8. 4. 87 Kapt. und erhielt 1. 16. 88 die Jnval.-Kpg. in Tapiau, wo er 19. 2. 94 Major wurdeund, seit 27. 1. 1868 als Vbcrstltnt. verab-schiedet, 22. 16. 1816 starb. Um 1772 hatte ersich verheiratet mit Goltllebe 'lbenrtetteKreytzen-Sillginnen, Kr. Gcrdaucn a. d. H.Peisten. Sie hinterließ 19. 8. 83 drei Kinder:
Henriette iBIllabelb FridrikeThristine, gb. 12. 3. 73, ch 3l. 7. 1868 zuBarten, verheir. mit Ludwig Freiherr Biilowauf Kl.-Schwansfeld und Passargen.
Die zweite: Leopoldine CbarlotteWilhelinine Gottliebe, gb. 21. 3. 74,heiratete I. zu Königsberg Joh. Aug. WernerBergfeld, der 1813 starb, II. 36. 3. 1826Major Fridrich Blomberg.
Der Sohn Georg Gottlob Mllbelm, gb.2. 11. 76, ch 1836 in Ästerode als Landschafts-rat. Gr war Aug. 1794 in Pasewalk ins Drag.-Rgt. (3) Ansbach-Bayreuth getreten, 11. 1. 96Fähnrich geworden und 6. 9. 97 anscheinendwegen Kränklichkeit abgegangen. Als Ltut. a. D.erwarb er das 46 Hufen große Gut Lixpau beiNeidenburg. Tin Frhr. Trach hatte?) es 14. 3.1783 von Ww. Schmidt, geb. von Ibikowskifür 3216 THIr. gekauft und schon 93 für8866 Thlr. an Ltnt. von Ließen weiterverkauft.Der schloß nach V/z Jahren mit CarolineMaschke gb. von Nowakowski zu hohem Preiseeinen Kaufvertrag, der aber nicht genehmigtwurde, da sie „unadlig" geheiratet. Die be-deutende Größe des Gutes verlockte GeorgGottlob Wilhelm, den hohen Betrag von46666 fl. dafür zu zahlen. Dieser 12. 3. 98geschlossene Kaufvertrag fand schon 26. 7. 98die damals erforderliche hohe obrigkeitliche Ge-nehmigung. Die Regierung lud G. G. Wilhelm,da er nicht von selbst erschien, 21. 2. 99 nachKönigsberg zum Huldigungseid. Gr kann nichterscheinen, da er „schon einige Monate sehrkrank darniederliegt" und man gestattet ihmgnädigst, den Akt des Honiagiums im AmteNeidenburg zu erledigen. Waren diese körper-lichen Verhältnisse schon nicht günstig, so ver-nichtete 8 Jahr später die Kriegsfurie alles,zuerst der Durchmarsch der Russen unter Bennigsen,
q St. A. Berlin R. 22. srs.2) A. Königsbg. roo d.U.
dann ihr Rückzug vor den plündernd nach-dringenden Franzosen. Was dann bis 1812 neugeschaffen, zertrat die französische „Große Armee"und erst recht 1813 das erneute vorrücken derRussen. Auch hier, wie an so viel andernStellen ward Wohlstand und Zukunft der Familiedem Vaterland geopfert. So ging auch Lippaubald nachher verloren.
Um die Wende des 18. und 19. Jahrhundertsherrschte die Sucht, die Töchter als unreife Kinderzu verheiraten. So war auch Caroline DleonoreUlilewski kaum 13 Jahr, als G. G. Wilhelmsie inr Januar 1861 heimführte. Sie war 11. 11.1783 geboren, Mitbesitzerin von Kommusin, starb9. 3. 1818, nachdem sie ihrem Gatten 6 Kindergeschenkt hatte:
1. Caroline Henriette Milbelmtne» geb.8. 16. 61, wurde Gattin des GutsverwaltersSack ans Schwenau bei Gerdauen.
2. Carl Milbelm Leopold, geb. 16. 2. 63,scheint jung f, man hört nichts mehr von ihm.
3. Franz Lndwig Adolf Alexander, geb.3. 6. 63 (s. unten).
4. Rosalie Caroline Adelheid, geb.23. 3. 69, heiratete den Gerbereibesitzer Wicser.
3. Caroline Lulle Christine, geb. 13. 1.12, ertrank, 12 Jahr alt, im Memelstrom.
6. Wilhelm Fridricb, geb. Schellenberg3. 4. 16, ch zu Krausen in Ästpreußen . . 1893'.Seine Che mit Laura Schameit, geb. 23. 3. 68in Darkehmcn, ch 1883, blieb kinderlos.
Franz Ludwig Adolf Alexander nahmDorothea Weiß znr Frau, Tochter des Acker-bürgers Weiß in Allenstein, der 1812 das Mißfallender durchziehenden Franzosen so erregt hatte, daßer 6 Wochen lang im Keller vor ihnen verstecktgehalten werden mußte. Nur 2 Söhne hatteAlexander:
a) Julius August, geb. 3. 6. 36 zuFridrichshof bei Brtelsburg, f- zu Danzig alsRegierungssekretär, vermählt seit 4. 4. 67 mitOttilie Cmilie Therese Lange, geb.Hirschau 1. 8 34. Die einzige Tochter dieserChe: iSlsbetb CINi l ic, geb. Danzig 12. 2. 69,heiratete zu Danzig 27. 12. S6 den GberlehrerOr. Wilhelm Buhle in Berlin.
b) F r a n z Alexander, geb. in Allenstein16. 7. 46, studierte, nachdem er aus dem Kriege66 heimgekehrt war, in Königsberg, Berlin usw.Jura, bestand 2. 3. 77 die große Staatsprüfungund erhielt 2 Tage darauf die Ernennung zumKreisrichter in Barten <Ästprenßen). Bald daraufzur Kreisgerichts-Deputation Rietberg versetzt,kam er später nach Bad Beynhausen und alsAmtsgerichtsrat nach Minden. 1963 in Pensiongetreten (R. A. IV), lebt er seitdem 18. 2. 1964als Rechtsanwalt beim Landgericht in Bielefeld.Zu Weimar 16. 6. 1886 vermählte er sich mitFräulein Clara Richter, geb. in Wettin 12. 4.1862. Da die Che kinderlos blieb, erlischt mitAlexander die männliche NachkommenschaftMelchior Sigmunds. Als Pstegesohnerzieht Alexander den Sohn Cnrt des Königl.Försters Georg U. (s. Sp. 336).