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Die Unrugher : Versuch eines Anfanges zur Stoffsammlung für die Unruh'sche Familiengeschichte
Entstehung
Seite
317-318
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Die Birnbaumer Unrugs

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Kinder hinterlassen, ist mir unwissendund werde seidiger wegen Nach frag«thun." Dabei ist es dann geblieben, dieserletzte Satz ist aber bezeichnend für die Bewertungdes Inhalts der Chronik. Dein poln, sächs.Gberstltnt. Peter, der die obigen Nachträgeschrieb, mußte alles Preußische noch 1793 gewißunsympathisch sein; sein persönliches Interessegalt nur dem engsten Kreise der polnisch-sächsischgebliebenen verwandten.

Die bisher zugänglichen Urkunden ergabenHinsicht? der Brüder Ludwig und Johannfolgendes: 1754 ließ ihr Vaier für sie und dieSchwester das Kaufgeld für peterkowitz daraufund 1758 den Brüdern 6999 st. eintragen undder Punitzer Ludwig BogislausHverschrieb dem Johann 8999 st., worüber erihm 1755 quittiert. 1759 legt er für sich undseinen Bruder Ludwig Verwahrung^) gegen dieiviedereinlösung (von Peterkowitz) ein. 1761quittiert IohannH über 8999 st. Zahlung vomSchwiegervater Dziembowski-Iaskulki und Lud-wig den Bukowieckis Erben seiner Mutterdie erfolgte Absindung. Dabei wird Ludwigausdrücklich als p r e u ß. Hauptmannsxsrcitus Drussioi Oupiwims" bezeichnet,während er in der Urkunde von 1755, worin erseinem Vaters über 18999 st. Zahlung fürRechnung seines Bruders Johann quittiert, ge-nannt wird .in exsrcitvl vrutorüeo Drusksotus",ein Ausdruck, der sich in etlichen Fällen ander-weit wiederholt und danach nur die Umschreibungdes DienstgradesPr.-Ltnt." sein kann. Jedes-mal wird dieser Ludwig ausdrücklich als Sohndes Peterkowitzer Bog isla us und seiner FrauKath. Bukowiecka genannt, damit aiso die An-gabe der Chronik:bei der Regie in Schlesien"als irrig erwiesen.

Für spätere Familienglieder, die von demThronstreit nur noch dunkle oder gar keine Er-innerungen haben, muß hier eingefügt werden,daß als ein Hauptgrund gegen das Thronfolge-recht der heutigen Fürsten von Lippe-Detmoldaus dem Hause Lippe-Biesterfcld, die aus der1893 geschlossenen Ehe des Grafen WilhelmErnst zur Lippe mit /Udodelte v. U. stammen,behauptet ward, ihr Großvater LudwigP h i l i p p v. U. sei kein rechtmäßiges wirk-liches Glied der zum hohen Uradel gehörigenFamilie v. U. gewesen, weil seine Abstammungsich nickt erweisen lasse. Zwei Entscheidungenhoher Schiedsgerichte haben diesen Einwandverworfen, fest steht jedoch bisher nur, daßIN od est es Vater, der spätere Generalltnt. CarlPhilipp v. U. in Krassen von ChristianeEleonore v. U.. geb. von Bruyn, geboren,dort am 8. 3. 1731 getauft und im Kirchbuchder Vater: Ludwig Philipp v. U.Lieutenantin Diensten bei Sr. Kgl. Maj. von Preußen"genannt ist. Daran sind die für spätere Zeitenkaum verständlichen, unglaublichsten Folgerungenund schärfsten Befehdungen geknüpft. Darüber

r; A. Posen Grod. Nrtd.ss Ebenda.

gibt einer der Schiedsrichter selbst den gediegenstenAufschluß in einer kleinen BroschiireH, die auchdarauf hinweist, wie schwierig es ist, nach solanger Zeit nachzuweisen, daß jemand überhauptgeboren war.

Beweist nun die Krossener Kirchbucheintragungunfehlbar, daß der Vater Carl Philippswirklich Ludwig Philipp hieß? Mitnichten!Dem Verfasser liegen mehrere Kirchbuch-Urknndenvor, die sich gegenseitig Lügen strafen. Seineigener Urgroßvater heißt in der einen richtig:Gtto Christian, in der andern Gtto Christof,seine Vatersschwester ist 1799 in Insierburg alsGttilia Henriette Francoise getauft, 1861 inFrankfurt a. O. als Gttilie Albertine Carolinebegraben. Menschliche Fehlbarkeiten! Der vor-läufig, vielleicht auf einem Zettel in Abkürzungennotierte Name kann dem Küster von unkundigenMittelspersonen bestellt, vom Führer des Kirch-buches dann weiter irrtümlich eingetragen sein.Dieser Ludwig kann mit zweitem Namen Philipp,er kann auch, wie ihn die Chronik schreibt,Ludwig Logislaus geheißen haben. Jedenfallspassen die Enden des abgerissenen Fadensgenealogischen Zusammenhangs bei LudwigBogislans und Ludwig Philipp recht gut zu-sammen, alles fügt sich ganz natürlich zu derAnnahme, daß der Peterkowitzer Bogislaus-SohnLudwig der, gleich zahllosen vettern zeitweisin unaufgeklärtes Dunkel gehüllte, Audvvigssdbtllpp ist, was wir bis zum Beweise resGegenteils festhalten wollen. Auch wo er einEnde genommen, ist noch unbekannt. ChristianeEleonore ch 67 Jahr alt 8. 11. 1779 alsFrauHauptmann v. U." in Stettin.

Der Sohn dieser Ehe Carl ssdbtllpp wurdeschon früh Page in Stettin beim Gen.-Maj.Hans Gtto Treskow, 17. 7. 1752 Fähnrich imGarnis. Regt. (7) Ieetze in Berlin, 16. 7. 1756See Ltnt. 12. 2. 1753 ins Rgt. 17 Manteuffelsp. Billerbeck versetzt. Zu Rügenwalde wurdeer 14. 6. 1761 Pr. Ltnt. 3. 11. 68 Stabskapt.11. 9. 73 wirkl. Kapt. und Komp.-Chcf, 16.6.89Major, 28. 5. 89 Gbstltnt., 9. 19. 90 Kdr. desRgts. (7) Gwstien in Stettin, 23. 5. 91 Gberst,6. 7. 95 Chef des Rgt. Grevenitz 45, damalsin Bayreuth und Kulmbach und Sous-Inspek-teur der fränk. Truppen, 2. 1. 96 Gen Maj.,7.6. 1893Gcn. Ltnt. Als solcher starb er 39.9.1895in Bayreuth. Er bewährte sich als tüchtigerKriegssoldat bei Hochkirch, Torgan, Holitsch,Neustadt, Iauernigk und Boyenbcrg.

von Köslin aus ging er seine erste Ehe26. 19. 73 zu Danzig mit Ibenr. Dorotb.iSlilb. Kam ecke-Misdow fgeb. Pritzig 4. 5.1745,ch Rügenwalde 7. 8 81) ein, die ihm 2899 Thlr.mitbrachte und 3 Töchter schenkte: 1. CarolineAlbertine Marie geb. in Köslin 7. 11. 1774,vermählt 19. 7. 1795 in Köslin Hptm. a. D.Jakob Kamecke-Varchmin (geb. 18. 19. 1761,st Köslin 15. 19. 1895) und nach dessen Todedem Gen.-Maj. a. D. v. Ingersleben; er ch

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