Zy?
Die Lchlesische» Unruhs.
2Y8
8. Ibilda Elisabeth, geb. 18. 6. 1896 inHannover.
9. Ikiirla, geb. 11. 4. 1999 in Königsberg.
Der bereits mehrfach erwähnte BruderFridrich Ehr. Ludwigs, der 14. 3. 1762 geb.Earl Sigmund Gtto war zuerst Eornetim 1. Kür.-Rgt., heiratete aber schon mit22 Jahren 14. 9. 1784 Johanne Helene(al. Dorothea Anna) Knobelsdorf-EonradswaldeKreis Schweidnitz und saß fortan auf BielwieseKreis Steinau, wo er demnächst Marschkommissarund Kreisdeputierter neben seinein Vnkel Land-rat Georg Sigmund wurde. 1792 bezoger das nebst Eulm zugekaufte Bartsch, von 1794ab bewohnt er lVeissig Kreis Steinau. Dieserausgedehnte Besitz im Kreise hat in ihm, demKreisdeputierten, wohl die Hoffnung erweckt,seines (Unkels Nachfolger als Landrat zu werden.Aber als dieser 18. 19. 1794 starb, erhieltEarl Sigmund Vtto wohl die Ernennungzum Kammerherrn, aber das Landratsamt bliebzunächst offen und wurde einem andern über-tragen. Da verkaufte er seine Steinauer Gütersofort, legte 7. 11. 1794 sein Amt nieder undkaufte Pinkotschine im Militsch-Trachenbergschen,wo er bis um 1819 sich aufhielt, seit 1893 auchdort als Marschkommissar und Kreisdeputiertertätig. Dort wurde eine Tochter SylviaSolle Mathilde Berta Vttilie TabeaMaria 21. 9. 1894 geb., über deren Schicksalenichts verlautet. Später werden noch Anna-werdcr und Lindenbusch bei Liegnitz als seinBesitz genannt. lvie schon erwähnt, war erAnteilserbe in Niedcrgroßenbohrau, starb aberin demselben Jahre 4. 9. 1828 und 6 Jahrspäter auch seine lvitwe 7. 3. 1834 in Liegnitz,
wonach der Landschaftssyndikns Justizrat GeorgeLeutbach und Niedergroßenbohrau erbte.
Der jüngste Bruder Georg Heinrichgeb. 21. 8. 1771 wurde 1793 Referendar beider Kriegs- und Domänenkammer in Glogau.Sein stillbescheidnes ZVesen spricht aus denDaten der Schles. Instanz-Notizen und derProvinzial-Blätter. Da heißt es anfangs Jahrfür Jahr: wohnt in der Preußengasse beiSteidelmann. Schon 1797 wird er Rat „wohntin der Mälzergasse bei Tischler Franzke" unddann, wohl etwas nahrhafter von 1892—4 „inder Kasernengasse beim Fleischer Beling". DieDas. Tab. 1894 nennt ihn Kriegs- und Domänen-rat, 32 Jahr alt auf Gberdammer. 1895 hater geerbt und heißt nun „auf lvürchland".Nach den Grundakten zahlte er 27. 19. 1894der Majorswitwe Salisch 49399 Thlr. dafür.Als guter Ivirt verbesserte er manches, kauftekleine Flächen hinzu und hatte das Glück, esvor Einbruch der Kriegszeit 39. 1. 1896 für69399 Thlr. an Georg Fridr. Gellhorn weiterzu verkaufen. In diesem Jahre wurde er neben-amtlich Urbarien Kommissar, also oberster Kataster-beamte. 1812 war er in Liegnitz schon Geh.Reg.-Rat, scheint aber die Kriege nicht mit-gemacht zu haben, denn er bekam das eiserneKreuz II am weißen Bande neben dem russischenAnnenorden II, wozu später noch manch andreDekoration kam. Auch Mitglied der Prüfungs-kommission für Referendare wurde er. 44 Jahralt entschloß er sich zum Heiraten und führte1. 12. 1813 Amalie Raupach heim. DonKindern verlautet nichts. Noch mit 77 Jahrenwar er im Dienste, aber man machte ihn nunzum „Ehrenmitglied der Regierung", dann starber 31. 3. 1849.