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Die Unrugher : Versuch eines Anfanges zur Stoffsammlung für die Unruh'sche Familiengeschichte
Entstehung
Seite
223-224
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Die Schleichen Unruhs.

Eltern zeitweise Aufnahme. 21. 6. 33 erstandfür 6700 Thlr. schles. das versteigerte MittelGroßenbohrau Hans Gg. Gersdorf,H der es 6Monat später an Ernst Ludwig Frhrn. Arnoldweiter verkaufte. Zu weiterer Regelung bevoll-mächtigten Albrecht Gottlob, zugleich fürdie abwesenden Geschwister Ernst Rudolf undHans Erdmann, Eharlotte Elisb. undHelene Viktoria 27. 9. 38 in Glogau denAdvok. Hackenthap). Zu Ehristianstadt 8. 3.39 ermächtigen ihn Albrecht Gottlob undseine Frau ?oh- Eharl. Lossow, bei AnnaKatharina 49 Thlr. zu liquidieren. 2. 8. 39geben auch Anna Hedwig Löben u. BruderHans E rdm ann „Fähndrich" — (er war nun33 Iahrii — Vollmacht an Hackenthal, derdarauf 478 Thlr. von Anna Katharinefordert. 17. 19. 39 erbittet Adm. Albr. Unter-halt von seinen Gläubigern und 18. 3. 49 dieKosten der Beerdigung seiner 29. 19. 39 ge-storbenen Frau. 1741 starb er selbst.

Der älteste der 7 Söhne Adam Albrecht's,der in Buchwalde 29. 8. 1693 geborene iSrnltIKudolk ist schon früh zu den NeumärkischenVettern nach Nickern, vielleicht an Kindesstattgegeben, denn die Kinderlast daheim war großund alles knapp. Zugleich war er von Nickernaus für den kurbrandenburgischen Dienst ein„Einheimischer", als er 1. 4. 1719 in StettinGefr. Korporal im Inf. Reg. Bredow (7) wurdet)8. 3. 14 Fähnrich, 4. 11. 16 Sec.-Lieutenant, imMärz 22 Pr.-Lieutenant mit Patent vom 4.11. 16und 13.3.31 Kapitän geworden, führte er Herbst 39einen Rekrutentransport über Wien nach Ungarnund ward 3.12. 39 Major, 31.5.43 Gbstlnt. Balddarauf zum Regiment Marwitz (21) nach Breslauversetzt, wurde er 28. 2. 44 dessen Kommandeurund in der neuen Garnison des Regiments,Halberstadt 27. 19. 44 Gberst. 29. 11. 45heiratete er die Wtw. Eleonore ZulianeBrüning geb. Herings), die nachdem er Feb.33 gestorben, noch lange als kinderlose Wtw.in Ellenstedt bei Halberstadt lebte. ErnstRudolf hatte 28. 8. 1749 den Abschied ge-nommen u. nach 39jähriger Dienst- und Kriegszeitmonatlich 41 Thrl. 16 Gr. Pension erhalten.

Gewiß sind auch die anderen 6 Söhne,soweit sie das Alter dazu erreichten, Soldatengeworden, aber nicht zu ermitteln. Die preu-ßischen Listen jener Zeit hat Friedrich lvilh. I.zu Patronenpapier verbrauchen lassen, die öster-reichischen sind nicht zugänglich, die sächsischenvielfach ohne Vornamen geführt. In denAnhaltischen Listen des Archivs Derbst kommen1712-47 ohne Vornamen 37 U's vor.

Der auf Adam Albrecht folgende SohnEhr f. Zoachim's war Georg Drnlt-Lang-heinersdorf b. Sprottau, der 1694 AnnaHelene Nassow geheiratet hatte. Ihre TöchterZobanna Nelene und Margar. Gottllebewurden in Sagan 16. 6. 93 und 19. 6. 97 getauft.

2) Geh. Kricgskanzl. Bertin.9 Kirchs. Quedlinburg.

Als Georg Ernst einen Anteil Zöcklau geerbt,ließ er 24. 6. 1793 zur Abstattung seinerSchwestern 1399 Thlr. eintragend) Dann ist erin schwedische Kriegsdienste gegangen und nurab und zu heimgekehrt. 18. 4. 1799 hatte erin Ehristianstadt einen Sohn Tbrlltok iBrnltSigmund taufen lassen, der schon 39. 3. 11, alsder Rektor im Freistadter Rathause „IsaaksVpserung" ausführen ließ, eine „Rede" hielt^).Das blieb seine einzige Tat im Leben, denn erstarb bald.

Der folgende Sohn war Cbrlltol Srnlt,

der 18. 4. 1796 geboren sein soll. Da er aber22. 11. 1762 zu Wohlau 58 I. 2 M. 3 Tg.alt starb, ist 16. 9. 1794 sein Geburtstag. Wirkommen auf ihn zurück. Die Angabe 18. 4.1796 bezieht sich wahrscheinlich auf den folgendenSohn Maxtmil. Ferdinand Ndolk, der 1724ins Rgt. Egell-Kürassiere eintrat. 1752 Stabs-kapitän im Rgt. Wietersheim, wurde er 31. 19.56 Major, gerieth aber in Gefangenschaftund kommt nur noch einmal 1759 in Breslauvor. Aber auch sächsische Listen kennen einenMax Ferd. Adolf, der 39. 12. 1729 Eornetim Prinz Friedrich Kür. Rgt., 6. 4. 39 Sous-leutnannt in Freiburg u. 22. 5. 32, 25 I. a.dimittirt wurde, vielleicht ist beides richtig.

Nach diesem wurde 1799 noch DeleneHiunigunde Drdmule geboren.

Der 1798 auf kurze Zeit heimgekehrte GeorgErnst muß bald darauf unter Schwedens Karl XII.gefallen sein, denn Marfanne Hedwig, Tochterdes Ernst-Zöcklau, fordert 19. 12. 98 dringendAuszahlung ihrer Anteilsabfindung ^), da derGeorg Ernstsche Anteil Zöcklau nun an FerdinandSigmund Nostitz verkaust sei. Schon 18. 2. 1796sagte sie, Georg Ernst sei wieder im schwedischenDienst. 39. 6. 97 nennt sie sich eine arme Waise,die schon dreimal vergeblich 869 Thlr. eingeklagt.8. 7. 98 will sie außerdem 435 Thlr. Zinsen usw.haben und jammert, daß Frau Anna HeleneNassauin sie in Abwesenheit „meines vetternGeorg Ernst" gar nicht befriedigt habe, der nunins Land revertirt sei. Aber erst 24. 4. 1711bekunden die Vormünder der Geschwister EhristofErnst, Max Ferdinand Adolf und HeleneKunigunde Erdmute, — (die anderen 3waren also schon tot) — daß sie das von GeorgErnst überschuldet hinterlassene Zöcklau „odnirninin g,ö» slisnuirG an Ehristof LadislausSchönaich verkauft, den Mündeln aber Belehnungmit dem Jinsgärtner Fridrich Werner vorbehaltenhabenH.

Qbrtltol iSrnIt war 1724 Kornet bei denWaldow Kürassieren (8), 36 Leutnant geworden,1742 Rittmeister bei den Hoditz-Husaren^). Alssolcher heiratete er .3. 3. 1747 SrdmuteFehrcntheil^) aus dem Hause Wikoline(Guhrau), nachdem ihr venia, astatis erteilt,

-) A. Brsl. O. A. Zöcklau.

A. Fürstenstein Schulprogramm.

-) A. Brsl. O. A. Zöcklau.

<1 Ebenda O. A. Zöcklau u. Glog. III 1ö o StS.9 Geh. KriegS-Kanzlei Berlin.9 A. Fürstenstein.