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Die Unrugher : Versuch eines Anfanges zur Stoffsammlung für die Unruh'sche Familiengeschichte
Entstehung
Seite
195-196
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von 1830 ab tritt „Hans vnrhueWolfs genannt von Walewitz H hier mehrfachauf (vgl. Sp. 124/8). Denn auch er ist beteiligt, alsDans der junge von Herwigsdorf mit MoritzTschammer und den Erben Kaspar Promnitz'sgegen Balzer Kittlitz streitet, wobei das Mann-gericht 17. 9. 1543 den eingeholten MagdeburgerSchöffenspruch verlesen läßt und den Parteiendie „bedenkliche Frist" gewährt^). Schon 17. 5.43 war darin verhandelt. Hans-Herwigsdorfhatte auch mit Sigmund Glanbitz-Brieg (KreisGlogau) schon 6. 6. 38 Streit geführt^). SeineMutter, eine Glaubitz - Banitz hatte 1489den Vater geheiratet^), er selbst hatte eineSchenkendorf aus Schmölln b. Züllichau zurFrau, nach andrer Lesart eine Kreckwitz-wirchwitz.

1844 tritt Sigmund hervor, der obwohl er„von Großenbohrau" b) durch seine mehrfachenBezielmngen zu Sarau als ein Niederlaufitzer,mit Großenbohrau vielleicht nur mitbelehnt, an-zusprechen und als Stifter des Zweiges Brödel-witzer im Abschnitt Niederlaufitzer behandelt ist.

Die Glogauer Ritterdienstliste 1844 erweistHans-Herwigsdorfs Besitz als so bedeutend, daßer davon 3 Ritterpserde stellen muß, außerdem„für den seinem Vetter verkauften Teil vonGroßenbohrau" noch 1 Pferd °).

7. 6. 1860 liegt Hans-Herwigsdorf mitseinem Nachbar Knobelsdors-Herwigsdorf imStreit, er darf neue Beweise vorbringen, sollaber jenem Terminskosten ersetzen?), daher 19. 9.nochmals Verhandlung k). 17. 10. 61 ist er vonKnobelsdorf belangt, gegen den seine Leute ge-frevelt haben sollen^). Das scheint sein letztes,er aber Herr von Herwigsdorf und Großenbohraugewesen zu sein, denn die Güterschatzung desKreises Freistadt 1863 führt die Erben vonHans- „Großenbohrau" als Besitzer des 633 Thlr.werten Luisdorf auf; daneben Walzer aufNiebusch, Wert 575Thlr. und Untertanen 470 Thlr.,serner Älbrecbt auf Herwigsdorf (1000 Thlr.-p 813 Thlr.) und (Philipp auf Döringau(Dyherrngau) wert der Leute 460 Thlr ^).Balzer mag ein Neffe von Hans gewesen sein.Albrecht und Philipp dürfen als seine Söhnegelten, die Erben setzen den (Grenz-)Strett mitKnobelsdorf, worin nun auch Abraham Nostitzverwickelt ist, fort. Das Gericht läßt 16. 9. 63die Sache durch Abgeordnete prüfen und beilegen H).Aber auch mit den Nachkommen hielt Knobelsdorfkeinen Frieden.

Line Tochter des Hans, Anna (f 13. 7.1390)war an Balzer Rechenberg-Wartenberg undSchlawa, eine andere an Promnitz-Dittersbach

verheiratet^).

-> A. Brsl. Glog. Iii Iba.2, Ebenda 12 b 64s.

2> Ebenda 244.

si A. Wrstenst. Slg. Möllern.°> A. Brsl. Glog. m. 16 1 46.oZ Ebenda VIII 1 00.9 Ebenda III 12 « s.o) Ebenda a 440.

Ebenda 1Z » s.

Ebenda VIII lt.

"> Ebenda III 121 46.12) A. Sahr u. A. Fürstcnstein.

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Älbrecbt erweist sich als Sohn des Hans,indem er 20. 12. 7V mit der Landschaft des Frei-stadter Kreises sich einigt, 100 Thlr. vom Vater Hansnicht abgeführte Steuer nachzuzahlen^). 27. 4.73 war A l b r e ch t - Herwigsdorf wieder vonKnobelsdorf verklagt, weil seine Schafe des K.Leuteland in Großenbohrau beweidet hatten^),8. 4. 76 wurde ihr Grenzstreit um den sogen.Faulhaber dahin entschieden, daß zuerst Albrecht,dann Knobelsdorf 4 Jahr lang daraus weidenlassen dürfe^). 6. 7. 76 „will Albericht vonGroßenbohrau und Herwigsdorf" die kaiscrl.Gbergerichte, hohe Jagd u. a. Vorrechte aufBohrau ablösenH, was er erreicht zu habenscheint. Aber man nahm in Wien das Geldund verhinderte doch die Jagd, sodaß Albrechtsich 19. 11. 79 beschweren mußte. 12. 11. 84bezeugt Alb recht die Erbteilung bei PeterKerpev). 18. 12. 84 war er von des AdvokatenDr. Tarchenius Ww. um 30 Thlr. Gebührenverklagt, gewinnt aber, weil der Sachwalter dieSache nicht zu Ende geführt hat^). (I) 6. 8. 88hat Albrecht 2 Gütlein zu Herwigsdorf zugekauft,Peter Klose hat das Nachsehen, er ist zur Kauf-geldbelegung nicht erschienen, andere Berechtigtehaben es genommen?). 18. 9. 83 wird neuerStreit mit Knobelsdorf vertagp). von BalzerBerg kauft Alb recht den den Berg'schenMündeln gehörigen Teil von Niedergorbfür 8000 Thlr.s) am 18. 10. 85 und wird 17. 10.85 damit von Seyfrid Promnitz, Freiherr zurpleß auf Sora», Triebe! und Hoyerswerda, denals Pfandesherr von Sagan Kaiser Maximilianmit landesherrlichen Rechten über Sagan^) ver-sehen, belehnt. Pfingsten 89 folgt die Belehnungmit Luisd 0 rf (Ludwigsdorf)?H, das von altersher Zubehör von Großenbohrau, aber anfangsden andern Erben von Hans vorbehalten war.Schon 26. 8. 79 war Albrecht auch mit denZehnhübner genannten 6 Bauern von Lang-hein e r s d 0 r f, Kr. Sprottau, belehnt worden,er vereinigte nun also sehr ansehnlichen Besitz.

Der in der Güterschatzung 1563 auf Döringaugenannte Philipp scheint früh mit Hinterlassungvon Söhnen (Tbriltok und ..?..?..) gestorben,seine Witwe dann Gattin Philipp Wiedebachsgeworden zu sein, so daß dieser nun Albrechts(Stief-)Schwager war. Ihm verkaufte einMednitzer Hans 1573 seine Lehnsanrechte aufGbergorb. von „seinen Stiefsöhnen U." kaufteWiedebach Haus und Baustelle auf BurglehnSagan (das oben erwähnte Freihaus)^), DerStiefsohn Thristof, Sohn Philipps vonDöringau hatte Schlatzkau (Kr. Glogau) erworben.Dort wird er von Knobelsdorf um Zinsrückstand

>1 A. Brsl. Glog. III. IS ». 20s.-z Ebenda d. SZg.

Ebenda 524.

IZ Ebenda O. A. Großenbohrau.°> Ebenda Glog. III. 17. 160.°> Ebenda ts. °. SS.

7Z Ebenda 17s.k> Ebenda 2Z7.o> Ebenda Sagan III. 14. ».n>) Ebenda O. A. Gorb."> Ebenda Glog. III. IS p.») Ebenda Sagan III 11 d 1öS.

Die Schlesischen Unruhs.