Druckschrift 
Der Champagner : eine Reise-Bericht zum Nutzen u. Frommen aller Weintrinker
Entstehung
Seite
56
Einzelbild herunterladen
 

56

den neugierigen Lesern den Rath, eine ganz einfacheProbe mit einigen Sorten EkomimAner zu machen,indem sie nehmlich den Wein einen oder mehrere Tageoffen und der Zimmerluft ausgesetzt stehen lassen. Siewerden dann durch Geruch und Geschmack finden, obder Wein rein war, oder ob dPii-ituosiu angewendetsind, welche künstliche Mittel dem Magen schaden, denKopf einnehmen und einen unangenehmen Katzenjam-mer erzeugen, der oft fälschlich dem Genuße anderervorher getrunkener Weine zur Last gelegt wird, und sichnicht selten wie der eines übervollen starken Biergenu-ßes charakterisirt, und so einen De^ont vor demiVIoussenx erregt. Nicht jeder süffige EImmpuAnei--Wein ist der beste!

Ein EtmmpuAner-Geschäft verlangt, ist es auchnoch so klein, ungeheure Summen. Die Keller kostenenorm viel, der Arbeiter sind eine Menge erforderlich,der Wein lagert lange, und muß meist vor der Ein-kellerung baar bezahlt werden. Es springen eine zahl-lose Menge Flaschen mit dem köstlichen Inhalt, und dieFlaschen selbst sind sehr theuer. Man braucht, umeine Flasche versendungsfähig zu machen, 3 Pfro-pfen, wovon das Stück 2 8on« zu kosten pflegt. Hierzutreten die Zinsen eines bedeutenden Capitals und, wasnoch mehr sagen will, die luxuriösen Reisespcsen derAgenten und Reifenden.