Druckschrift 
Der Champagner : eine Reise-Bericht zum Nutzen u. Frommen aller Weintrinker
Entstehung
Seite
19
Einzelbild herunterladen
 

19

grad werden die Weine auf Flaschen gezogen, normal-maßig gefüllt, gekorkt und mit Drath und Bindfadenzugebunden. Die Flaschen werden sofort in den Kel-ler, meistens in den untersten Raum gebracht und beu-genwcise aufgeschichtet. Man legt nehmlich zuerst eineDoppelreihe Flaschen, je die Hälfe gegen einander ge-kehrt, dann über die Bodenstücke der Flaschen ein 1 Zollbreites und ^ Zoll dickes Holzleistchen und hierauf wie-der eine Doppelreihe ebenfalls mit Leistchen und so fortoft bis 15 solcher Reihen aus einander, während diebeiden Endfeiten entweder durch ein senkrecht ange-brachtes Leistchen oder auch nur durch kleine Korkstück-chen, die auf die, zwischen den Reihen hervorragendenQuerleistchcn gegen den Bauch der Flaschen gelegtwerden, um sie am Herunterrollcu zu hindern be-festigt sind. Die Lange einer solchen Beuge ist ganzunbestimmt und hängt blos von der Länge des Localsselbst ab. Es werden auf diese Art zwei, drei und oftnoch mehr solcher Doppel-Reihen dicht vor einander ge-stellt, so daß eine große Beuge oft aus 5 bis 19999Flaschen besteht. Es befinden sich diese Beugen mei-stens gegen die Wände der Keller gelehnt, sind aberauch sehr oft freistehend, so daß dadurch in einem brei-ten Keller mehrere Gänge entstehen, die zur Beaufsich-tigung und Bearbeitung der Weine verwendet werden.Oft befinden sich in einem einzelnen Kellcrtheile 25999Flaschen neben einander ausgeschichtet. Durch diese

2*