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1 (1921) Die vorrömische Zeit
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So bietet aucli diese in ungemessene Zeiträume zurückgellendePeriode, für welche nur der Geologe ungefähre Zahlen nennen kann, garmanches für jeden Gebildeten Hochinteressante und für die Entwicklungder späteren Zeiten Wichtige. Es ist deshalb kaum zu verstehen, wieselbst ernste Fachgenossen glauben von der Berücksichtigung dieserFrühstufe völlig absehen zu können. Es geschieht wohl meist aus Un-kenntnis dieser Dinge und in Überschätzung der historischen („klas-sischen“) Zeit. Zudem will mir scheinen, daß Versuche, wie der K.Schuchhardts, die spätere paläolithische Kultur jünger anzusetzen, als esdie Geologen tun, und an die älteste ägyptische und kretische Kultur an-zuknüpfen, nicht so ganz unberechtigt sind. Fallen jene hohen geologischenZahlen auch nur teilweise, so liegt die ganze älteste KulturentwicklungEuropas und Nordafrikas viel klarer und einheitlicher vor uns, bis zu ihrenAusstrahlungen an den Rhein.

2 . Kapitel.

Die neolithische Periode

(jüngere Steinzeit ca. 5000 - 2000 v. Chr.).

Während man früher unter neolithischerZeit nur den jüngerenAbschnitt der Steinzeit verstand, in welchem die Steingeräte anstattdurch Abschlagen kleinerer Teile nunmehr durch Glätten und Durch-bohren gebrauchsfähiger gemacht wurden, können heute, wo der Hiatuszwischen alter und junger Steinzeit nicht mehr so breit klafft und sichdurch die geschilderten mesolithischen Kulturen etwas mehr auszufüllenbeginnt, letztere ebensowohl als frühneolithische an die Spitze gestelltwerden. Wir haben es vorgezogen, bei der alten Einteilung zu bleiben.

Auch das Polieren desSteins kam nicht von heute auf morgenund nicht allenthalben gleichzeitig auf. Die Geröllstücke im Flußbett, dieAbnutzung der Stein- und Hornwerkzeuge beim Bearbeiten, Glätten undBohren von Häuten und Holzgegenständen gaben dem Menschen Finger-zeige. Walzenförmige Flußgerölle wurden an der durch Schlagen her-gestellten Schneidefläche durch Wetzen und Schleifen schnittiger ge-macht. Aber lange hat es gedauert, bis das ganze Beil poliert oder gardurchbohrt wurde zum Einfügen eines Holzstiels. Dieser Vorgang hat