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1 (1921) Die vorrömische Zeit
Entstehung
Seite
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4. Kapitel.

Die Hallstattperiode

(Erste Eisenzeit ca. 1000—500 v. Chr.).

So wenig wie in der ausgehenden Steinzeit vereinzelte Bronzegegen-stände sofort eine neue Zeit herbeifiilirten, ebensowenig bereiteten dieersten Eisensachen, die ins Land kamen, der Bronzekultur ohne weiteresein Ende. Vielmehr ging dieser Wandel recht allmählich vor sich, in denGebieten, welche den Eisenzentren näher lagen, und in den empfäng-licheren wesentlich rascher, in den entfernteren und konservativeren lang-samer. Zu diesen an der alten Bronzekultur zäher festhaltenden Stämmengehörten die Pfahlbauer der Nord- und Westschweiz und des Ober-rheins, bei denen sich das bel’äge du bronce (wie in Ungarn und Skan-dinavien) noch in größter Behaglichkeit entfaltete, als anderwärts dasEisen längst seinen Einzug gehalten hatte oder gar völlig herrschte. DieSchönheit und der Goldglanz der Bronze stach gar manchem noch langein die Augen, wenn er auch gegen die größere Billigkeit und praktischenVorzüge des bescheideneren Eisens nicht blind war. Auf dem Gebietedes Schmucks hat die Bronze daher noch lange ihre bevorzugte Stellungbehauptet, in gewissen Dingen bis auf den heutigen Tag.

Zunächst war das Eisen als neuer und seltener Gegenstand nochrecht kostbar und wurde nur als Schmuckeinlage in bronzene Schwert-griffe, für Armringe, als Knopfverzierung von Bronzemessern usw. ver-wendet. Bald tauchten aber auch eiserne Klingen auf, wenn auch nochmit Bronzegriffen versehen, und vereinzelte Eisengeräte wie Pferde-trensen, Fibeln, Nadeln, Ringe, von Händlern aus dem Süden oder Ostenherbeigeschafft oder von Hand zu Hand wandernd. Die Händler undEisenarbeiter zogen wie in neuerer Zeit noch die „Kesselflicker" im Landeherum, brachten Eisenluppen, Halb- und Ganzfabrikate, versuchten dieeinheimischen Eisenerze zu sammeln, abzubauen und zu schmelzen undlehrten schließlich ihre Kunst auch den Ortsansässigen. Vor allem wurdendie Handwerksgeräte und die Waffen in Eisen hergestellt, da die Bronzeschwer und teuer zu beschaffen und auch für viele Zwecke zu leichtbrüchig war. Allerdings erforderte die Eisenbehandlung angestrengtereSchmiedearbeit gegenüber dem leichteren Gießen der Bronze.

Das älteste E i s e 11 1 a n d Mitteleuropas ist Noricum, von wo sichim Verlauf des 10./9. Jahrh. die Kenntnis des neuen Metalls nach allen