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1 (1921) Die vorrömische Zeit
Entstehung
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Zeitliche Gliederung, kulturelle Ent-wicklung, verschiedene Siedelungstypen.

i. Kapitel.

Die paläolithische und mesolithische Periode

(ältere und mittlere Steinzeit).

Wann hat der erste Mensch den Boden der Rheinlande betreten?Wie sah er aus? Wie lebte er? Woher ist er gekommen und wohinist er verschwunden? Das sind bedeutsame Fragen, die jeden Gebildeteninteressieren und beschäftigen sollten. Allerdings sind sie nicht ganz soleicht zu beantworten als zu stellen, da die Wissenschaft noch keineswegseine vollbefriedigende Lösung für alle erzielt hat. Auch können wir nichtauf alle Einzelheiten eingehen, da die Paläolithiker weder als Rasse nochals Kulturträger von dauernd nachhaltigem Einfluß für unser Land waren.

Wie verschiedene Zweige der Forschung, Anthropologie, Paläonto-logie, Geologie u. a. längst mit Sicherheit nachgewiesen haben, warenbereits in der späteren Tertiärperiode und noch mehr im Diluvium, derPeriode der Eiszeiten und Zwischeneiszeiten, in einem großen TeileEuropas wie für die höher organisierten Säugetiere so auch für denMenschen völlig zusagende Lebensbedingungen vorhanden, wenn derWechsel von heißen und kalten Perioden und entsprechender Flora undFauna auch eine verschiedenartige Lebensweise bedingte. Da Afrika undEuropa damals noch durch Landbrücken verbunden waren, konnte deran ein heißes Klima gewohnte Mensch bei herannahender Kälteperiodemit der Palme und dem Löwen sich nach Süden zurückziehen, wie erbei schwindender Kälte mit dem Renntier und gewissen Moosen undFlechten den Norden aufgesucht hat, gerade wie heute noch der Eskimound Lappe. Völlig gesicherte Reste des Menschen oder seiner Manufakteaus der eigentlichen Tertiärzeit sind aber bis jetzt weder in den Rhein-landen noch in Europa überhaupt entdeckt worden, wenn auch in Flandernund England verdächtige Anhaltspunkte für den Eoanthropus vorliegenmögen. Allein gewisse E o 1 i t h e n , die „Steine aus der Morgenröte derMenschheit“, rohe Feuersteinstücke mit anscheinender Bearbeitung, die