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lemosekultur (nach einem Moor auf Seeland = Ancyluszeit) unddie der Kjökkenmöddinger (Küchenabfälle, Muschelhaufen = Li-torinazeit). Für Mittel- und Süddeutschland sind meist noch die französi-schen Bezeichnungen im Gebrauch, doch bürgern sich auch die nach dencharakteristischen deutschen Fundplätzen, wie Ofnet, Happurg,I s t e i n usw. allmählich immer mehr ein *).
Nach dieser systematischen Übersicht, die auch dem Fernerstehende 11einen kurzen Einblick in den Stand der Gesamtwissenschaft auf diesemGebiete gewähren soll, gehen wir zur Betrachtungder wichtig-sten paläolithischen Fundstätten Westdeutschlandsund der R h e i n 1 a n d e über. Wir beginnen mit denjenigen, welchedurch Erhaltung körperlicher Überreste des Menschenuns eine Vorstellung vom Aussehen der Träger dieser frühesten Kulturenvermitteln.
Nr. 1 . Der homo Heidelbergensis von Mauer. Im Jahre 1907 kam in den„Sanden von Mauer“ im Elsenztal, 10 Kilometer südöstlich von Heidel-berg, in einer am Ostrand des Tales gelegenen Sandgrube in 24 MeterTiefe ein menschlicher Unterkiefer zum Vorschein, der von O. Schoeten-sack nach den geologischen Profilen des Fundortes und der entwicklungs-geschichtlichen Stellung als der älteste bisher in Europa gefundenemenschliche Skelettrest erkannt und der beginnenden Diluvialperiode zu-geteilt wurde 2 ). Der Unterkiefer ist mit zahlreichen Tferknochen, nament-lich junger Elefanten, an jener Stelle, einer alten Neckarschlinge, nur an-geschwemmt, sodaß sich die ursprüngliche Siedelungsstätte des Menschennicht mehr bestimmen läßt, ebensowenig wie bei ähnlichen, doch jüngerenFunden aus dem Rhein bei Mannheim und bei Altrip. War es eine freieTerrasse des Neckartales oder eine Höhle am Ufer, welch letztere z. B.bei Hochhausen (Notburgahöhle), bei Niedernau üsw. vorhanden sind?Immerhin ist durch den hochwichtigen Fund erwiesen, daß der Menschschon in jenem älteren Abschnitt des Diluviums im Neckartal lebte, zu-sammen mit dem Mammut, Rhinozeros, Riesenelch, Edelhirsch usw.,und den Kampf um das Dasein wohl mit ähnlichen Werkzeugen führte,wie sie als „Eolithen“ vielleicht aus einer oder der anderen Station Frank-reichs oder Belgiens vorliegen. Das Aussehen des Menschen war aller-dings wenig vertrauenerweckend. Der ungemein massige Kiefer, dernoch eines Kinnhöckers entbehrt, war wie eineTierschnauze vorgeschobenund ist von dem Kiefer eines Menschenaffen, abgesehen von den Zähnen,kaum zu unterscheiden. Die gewaltigen Kaumuskelansätze lassen auf daswilde Zerreißen und Verkauen der Fleischstücke schließen, währendwegen des gering entwickelten Sprachmuskelansatzes seine Stimme sichnoch auf wenig Laute beschränkt haben dürfte.
Nr. 2. Der Neandertalinensch aus der Mousterien-Stufe. Am Ostrandeder Rheinebene unfern von Düsseldorf befanden sich früher in einer von