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2 (1923) Die römische Periode
Entstehung
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Grabstein auf seinem Landgute gefunden ist, ebenso wie die Darstellungeiner Wechslerstube auf einem Grabmal von Weinsheim bei Worms aufeinen in Worms wohnenden Geldmann und Landgutbesitzer hinweist (Ger-mania 111, S. 91; Germania Roniana Taf. 43, 5, wo weitere Parallelen an-geführt sind).

6. Im f r e i e n G e r m a n i e n sind die Handelsverhältnisse noch wenigklargestellt. Wir können zwar die römischen Handelsrouten und die römi-sche Exportware bis tief nach Germanien hinein verfolgen, ja bis zu denStätten des „nordischen Goldes“, des Bernsteins, aber wir vermögen nichtmit Sicherheit überall die Einfuhrware und die im Lande gemachte ger-manische Nachahmung zu unterscheiden. An sehr vielen Orten bis zum

Weser- und Elbegebiet und noch weit darüber hinaus sind echte gallischeund rheinisch-römische Terrasigillata-Gefäße, Bronzegeschirr und Bronze-schmuck aller Art festgestellt, aber bei manchen Gefäßen aus gewöhn-lichem Ton und bei vielen Schmuckstücken, insbesondere Fibeln, ist dierömische Herkunft oder nur Beeinflussung umstritten, ln den germanischenFriedhöfen der Kölner Gegend und längs des ganzen Limes ist ein bedeu-tender römischer Import an Sigillata, Fibeln, Münzen usw. wahrzunehmen,aber einige Formen, wie die hochfiißigen Becher und die Buckelgefäße,hängen zweifelsohne mit solchen des Elbgebiets zusammen. Dieses In-einanderübergehen römischer und germanischer Formen bedarf noch wei-terer Aufklärung (vgl. oben S. 140).

Abb. 71. Bronzefigiirchen eines Germanen.