244
Augst: RG. Korr.-Bl. IV, 1911, S. 47, K. Steliliu.
Zurzach: Wagner, Fundstätten I, S. 140.
Stein-Eschenz: Anz. f. Schweiz. Altk. 2, 1900, S. 166f.; 4, 1904,S. 121 f.
b) Über den N e c k a r:
H ei d e 1 b e r g - N e u en h e i m. Oberhalb des Kastells, vielleichtauf eine damals noch etwas längere Insel als heute gestützt, überspannteden Fluß beim akademischen Krankenhaus eine Holzbriicke auf etwa 6Pfahlrösten, von denen 5 in Abständen von je 34,5 m im Flußbett nach-gewiesen sind (Pfähle in Heidelberg und Wiesbaden). Auf der Brückestand ein Kapellchen mit einer Neptunstatue, deren Postament mit Wid-mung eines Architekten im Flußbett gefunden wurde (Neptuno aedem cumsigno Valerius Paternus arcdiitectus?). E. Wagner, Fundst. 11, S. 286 f.
Di e d e sh ei m - 0 b r i g h e i m (?) am Übergang der wichtigenHeerstraße Heidelberg — Neckarburken — Osterburken. Nur vermutet.Auch für die größeren Neckarkastelle: Wimpfen, B ö c k i n g e n(VII. Ber., S. 93), Horkheim (vgl. Fundb. a. Schwaben 1922, S. 81),Wahlheim, Benningen (Korr.-Bl. d. IW. Z. V, 1886, S. 198) sindsie jedenfalls anzunehmen, abgesehen vielleicht von Wahlheim.
Cannstatt hatte wohl 2 Brücken, die eine unterhalb der heutigenBrücke (Gittersteg) an der Kralmenstraße ((). P. L. 59, Tat. 1 ; Fundb.a. Schwaben 1922, S. 76), eine zweite weiter oberhalb.
c) Über d en Main:
Kostheim: Mainz. Ztschr. III, S. 28; O. P. L. Nr. 30, S. 15.
Schwanheim: Wolff, Die südliche Wetterau, S. 152 (Pfahlreste).
Höchst (Pfähle, in Wiesbaden), Bürgel, Fra n k f urt: ebendaS. 152; IX. Ber., S. 67 f.; Volk und Scholle I, 1922, S. 12; Germania VI,1922, S. 68 f„ F. Gündel.
Hanau und Kessel Stadt: Wolff, Die südliche Wetterau, S. 57,59 (Pfahlreste); IX. Ber., S. 66 f„ nach Wolff aus dem Ende des 1. Jalirh.
Groß-Krotzenburg: Wolff a. o., S. 51; O. P. L. 23, S. 10(Pfahlreste). 6 Strompfeiler. (Bei Marköbel über die Kinzig, O. P. L. 22,S. 22).
Seligenstadt ? O. R. L. 32, S. 3 f., Taf. I (karolingisch odermittelalterlich?). Oberhalb Groß-Krotzenburg bis Miltenberg, wo derMain die „nasse Grenze“ bildete, scheinen Brücken zu fehlen.
Die zahlreichen Brücken zwischen Mainz und Groß-Krotzenburg ver-danken ihre Entstehung in erster Linie natürlich militärischen Zweckenaus der Zeit der Okkupation, um die Kastellorte und das Straßennetz vonStarkenburg und der Wetterau zu verknüpfen. Die bürgerliche Besiede-lung an der Südseite des Mains war recht dünn, wie die Wolffsche Karteder Wetterau zeigt, infolge der ausgedehnten dortigen Wälder undSümpfe (vgl. auch G. Wolff, Arcli. f. hess. Gesell. XIII, S. 38 f.). F. Giin-