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2 (1923) Die römische Periode
Entstehung
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Auch auf dem linken Naheufer entwickelte sich längs der Römerstraßevon der Brücke über den Martinsberg gegen den „hungrigen Wolf“nach Dörrebach zu eine kleine Siedelung, die (mit fränkischen Gräbern)bis in das Mittelalter (Sparhausen?) und die Neuzeit („Neustadt“) fort-dauerte.

Die liebliche Lage, die in der stimmungsvollen Zusammenwirkungvon Ebene, Fluß und Bergen Bilder von eigener Schönheit und Abwechse-lung schafft, wird schon damals manchen Villenbesitzer an dem herrlichenFleckchen festgehalten haben, um in mosaikgeschmücktem Heim mithorazischer Muse das Landleben zu genießen, wie verschiedene Über-reste solcher Villen erkennen lassen. Am bekanntesten ist die am Ab-hange des Agnesienbergs an der Straße nach Hüffelsheim liegende mitdem prächtigen Gladiatorenmosaik, das, durch ein Haus geschützt, nochan Ort und Stelle zu besichtigen ist und die Kunstliebe des Gutsbesitzerswie das Geschick des Künstlers verrät (RG. Korr.-Bl. VIII, 1915, S. 44 f„Germania I, 1917, S. 152, 0. Kohl).

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Abb. 34. Kastell Alzey und Umgebung.

Nr. 41 b. Alzey (Vicus Altiaiensis, Alteium). Inmitten des ungemeinfruchtbaren, weiten Talkessels der Selz, wo nahe dem Übergang einerbedeutsameren, in römischer Zeit ausgebauten Nordsiidstraße schon ingermanischer Spät-La-Tene-Zeit längs der Nibelungenstraße eine ge-schlossene Siedelung sich festgesetzt hatte, entstand in römischer Zeitzwischen dem Flußübergang und dem Schnittpunkt einer Westoststraßeein bedeutenderer vicus, dessen Namen eine Inschrift und zwei Edikte