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2 (1923) Die römische Periode
Entstehung
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Zwischen 408 und 414 Verlegung der Residenz von Trier nach Arles(Arelate).

435 Besiegung König Günthers durch Aetius (Prosper Chron.: Gundi-carium Burgundionum regem intra Qallias habitantem Aetius belloobtinuit pacemque ei supplicanti dedit).

451 H u n n e ii s c h 1 a c h t auf den Katalaunischen Feldern.

Nach dem Verlust des Limesgebiets und nach den folgenden innerenWirren wurde namentlich von Diokletian (285—305) im Zusammen-hang mit einer gewaltigen lieeresverstärkung (E. C. Nischer, WienerStudien 42, 1921, S. 188 f.) eine Neuorganisation des linksrhei-nischen Gebiets vorgenommen. Die Germania Prima erhielt diecivitates der Triboci, Nemetes und Vangiones. Dem comes Argen-toratensis wurden die Kastelle von der Nordgrenze der provinciaMaxima Sequanorum wohl bis gegen Basel unterstellt (tractus Argen-toratensis). Der dux Mogontiacensis befehligte: 1. die militesPacenses zu Saletio (Selz), 2. Menapii zu Tabernae (Rheinzabern),3. milites Anderitiani im vicus Julius (Germersheim), 4. milites Vindicesbei den Nemetes (Speyer), 5. milites Martenses zu Alta Ripa (Altrip),6. die ala Secunda Flavia bei den Vangiones (Worms), 7. milites Armigerizu Mainz, 8. milites B(r)ingenses zu Bingium, 9. milites balistarii zu Bou-dobriga (Boppard), 10. milites defensores zu Confluentes (Coblenz),11. milites Aciacensium zu Antonacum (Andernach). Zur GermaniaSecunda gehörten die civitates nördlich der Vinxtbach, die Ubier,Tungrer und Bataver. Die Legionen wurden größtenteils vom Rheinnach Gallien zurückgezogen, am Rheine blieben im allgemeinen nur neu-geschaffene Truppenverbände, die den Namen limitanei oder ripariensesführten. Auffällt, daß in dem obigen Verzeichnis der Notitia Dignitatumdie Kastelle bei Alzey und Kreuznach fehlen, die doch auf gleicherStufe wie das erwähnte Alta ripa standen; man könnte den Grunddarin sehen, daß sie nicht unmittelbar am Rhein, sondern im Hinterlandlagen. Indessen ist zu berücksichtigen, daß die Münzfunde des KastellsAlzey um 380 nachlassen, so daß nach Anthes (Ber. X, S. 114) die Be-satzung um diese Zeit verlegt worden zu sein scheint, da sie bei derstarken Neubefestigung der Rheinlinie selbst weniger nötig war. InHorb u r g sind übrigens Ziegelstempel der legio I Martia gefunden,die auch in Mandeure, Kaiseraugst (Wyhlen), Oberburg bei Brugg be-gegnen (Ber. X, S. 126, E. Anthes), also in der Provincia Sequana Maxi-ma. Diese umfaßte vier civitates (Basiliensium, Helvetiorum, EquestriumNoviod., Vesontiensium).

Über die Bauten Diokletians zur Sicherung der Rheinlinie istnoch keine volle Klarheit geschaffen, weder für die Stadtfestungen nochdie Kastelle. Da die Stadtummauerung von Mainz (nach der jetzt wahr-scheinlichen, späteren Datierung des Lyoner Bleimedaillons) als dio-kletianische Anlage zweifelhaft geworden ist, kennen wir am Rhein