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Chronik der Familie Johann Jakob Langen in Köln : auf Grund handschriftlicher Aufzeichnungen, der Kirchenbücher der evangelischen Gemeinden Marienberghausen, Mühlheim am Rhein und Bergisch-Gladbach sowie persönicher Mitteilungen im Frühjahre 1899
Entstehung
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Nach Emil's Tod zog dessen Witwe mit ihren Kindern nach Bonn nnd so schwer es ihr auch Anfangswurde, dort in der Nähe der Friedrich Wilhelmshütte, wo sie so manche glückliche Jahre verbracht hatte,die rechte Lebensfreude wieder zu finden, so erholte sie sich doch allmälig von dem herben Schicksalsschlage,der sie getroffen hatte uud, je länger je mehr, wurde ihr Bonn eine rechte Heimat.

Zweimal noch traf sie der harte Schlag, eines ihrer Kinder hergeben zu müssen. Am 29. Februar1872 starb plötzlich am Nervenfieber ihr nahezu 18 Jahre alter Sohn Emil, welcher in Wolfenbüttel dasGymnasium besuchte und sich dem Studium der Medizin zu widmen beabsichtigte, aus welchem Grundehauptsächlich sie die Universitätsstadt Bonn zu ihrem neuen Aufenthaltsorte erwählt hatte; am12. Oktober 1878 folgte diesem, in nahezu gleichem Alter, der jüngste Sohn Alfred , welcher einem typhösenFieber erlag.

Obschon sie schwer unter diesen harten Schicksalsschlägen litt, vermochten dieselben sie dochnicht nieder zu beugen. Neben inniger Frömmigkeit war es hauptsächlich das Sorgen und Schaffen fürandere, was ihr wieder zu der ihr innewohnenden Fröhlichkeit verhalf. Ihr Haus war für alle Verwandtenuud Freunde, für die Notleidenden und Betrübten jederzeit offen. Mit einer hervorragenden Gabe, mitMenschen umzugehen, verband sie eine nie rastende Liebesthätigkeit, welche ihr Leben zu einem besondersreichen und ihr Alter zu einem so beneidenswerten gestaltete.

Am 9. November 1894 erlag sie einem Herzleiden; mit ihr schied ein von Allen geliebtes Glied derFamilie Langen aus dem zeitlichen Lieben.

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