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Chronik der Familie Johann Jakob Langen in Köln : auf Grund handschriftlicher Aufzeichnungen, der Kirchenbücher der evangelischen Gemeinden Marienberghausen, Mühlheim am Rhein und Bergisch-Gladbach sowie persönicher Mitteilungen im Frühjahre 1899
Entstehung
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|m Kreise Gummersbach, Regierungsbezirk Köln, liegt hie Gemeinde Marienberghausen, unddazu gehörig, in nordöstlicher Richtung zwischen den Dörfern Hasenberg und Elsenrothl| der kleine Ort Gerhardsiefen.

Dort lebte gegen Mitte des 17. Jahrhunderts der Kirchmeister und Schultheiss JohannesLani / mit seiner Ehefrau Traut (Gertrud), und den Töchtern Gertraud und Engel. Johannes Langwird im Taufbuch von Marienberghausen zuerst im Jahre 1665 erwähnt; ob er damals als Vater oder alsPatho ein Kind hat taufen lassen, ist aus den vergilbton Blättern nicht zu ersehen. Als »patte« wird ernoch in den Jahren 1668 und 1674, als »gode« (Pathin) seine Frau 1666, seine Tochter Gertraud 1666und 1672 und seine Tochter Engel 1678 in dem Taufbuch genannt.

Anscheinend war Johannes Lang der Vater von Sebastian Lang, Rezeptor (Gemeinde-Empfänger) zu Gerhardsiefen, dessen Name als Pathe zuerst im Jahre 1675 im Taufbuch vorkommt. Am23. Juni 1678 brachte Sebastian ein Kind zur Taufe, wobei Engel Lang, des Schulthcissen Tochter, »gode«war. In den folgenden Jahren liess er noch mehrere Male taufen, unter anderem auch am 13. März 1698,an welchem Tage sein Sohn Johannes Lang, getauft wurde. Als Patte steht Johannes Adolf derJüngere zur Hardt, und als Gode Eisbit, des Johann Einehen Wittib zu Gerhardsiefen, und Eisbit, desSchulthcissen Lang Tochter, zu Huppichteroth (am rechten Ufer der Broel, gegenüber dem SchlosseHomberg gelegen) im Taufbuch verzeichnet.

Von der Familie werden im Kirchbuch von Marienberghausen ausserdem noch genannt:

Jakob Lang in Gerhardsiefen, welcher am 24. Februar 1678 taufen liess, bei welcher Gelegen-heit Sebastian Lang Patte, und Engel Lang, des Schultheissen Tochter, Gode waren; ferner »Schöffe«Lavig in Gerhardsiefen, geboren im Mai 1665 und begraben am 30. Oktober 1741, und des letzteren imMai 1671 geborene Gattin, welche am 17. September 1741 beerdigt wurde.

Vermutlich waren Jakob Lang und der »Schöffe« Lang jüngere Brüder von Sebastian. AllemAnscheine nach hat die Familie zu den besseren des Ortes gehört und sich eines grossen Ansehens inder Gemeinde erfreut, wie einesteils aus den Titulaturen, andernteils aus dem »Herr« hei vorgeht, womitder Schultheiss Johannes, der Rezeptor Sebastian und der Schöffe Lang, im Unterschied von anderenGemeindemitgliedern des öfteren im Kirchenbuche bezeichnet sind.

Sebastian's Sohn Johannes heiratete am 12. August 1722 Gertrauth Sehnabel, welcheam 10. April 1695 geboren war und am 16. Juli 1773 beerdigt wurde. Dieses Ehepaar muss zeitweise»in der Hardt« oder »zur Hardt«, an der Broel im Kirchspiel Marienberghausen gewohnt haben, denndort wurde ihr Sohn Jaltob Henrich Lang, später auch Lange genannt, geboren und am 12. April1733 getauft.