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Johann Jakob Lan ^Oll (der Grossvater), (vergl. 11.)
Unserem LIrgrossvater, dem Elementarlehrer Johann Jakob Langen und seiner Eliefrau AnnaMaria, geb. .Hölterhof wurde am 17. Dezember 1791 zu Dussel der erste Solm geboren, welcher inder heiligen Taufe die Vornamen Johann Jakob erhielt. Wie sein Vater, so wählte auch er den Lehrer-stand zu seinem Beruf. Die Vorbildung dazu erhielt er nach damaliger Sitte zunächst beiseinem V ater und darnach bei einem Freunde desselben, dem überaus tüchtigen Lehrer Gottfried Gustorf,in Solingen, der ihn als seinen Unterlehrer anstellte.
Nachdem seine Ausbildung vollendet war, trat er am 24. Mai 1811, kaum 16 Jahre alt, seineerste Stelle aufm Winnacker oder Rottberg, Gemeinde Langenberg, an. In dieser verblieb er indessennur bis zum 7. Februar 1812, an welchem Tage er die Lehrerstelle aufm Silberberg, Gemeinde Wülfrath,übernahm. Am 15. April 1812 musste er sich von der hochlöblichen Schulkommission zu Düsseldorfexamiuiren lassen und erhielt am darauffolgenden 8. Mai von dem Herrn Präsidenten das Zeugniss seinesWohlverhaltens. Am 11. Januar 1814 stellte er sich als militärpflichtig in Düsseldorf, wurde aber vonder Untersuchungskommission schwächlichen Körpers halber als untauglich für den Militärdienst bezeichnet.
Am 8. September 1815 erhielt er die Lehrcrstelle an der Schule vorm Arnberg bei Elberfeld,welche er jedoch schon im März 1816 niederlegte, um aus dem Lehrerstand überhaupt auszutreten und sich,wie der Urgrossvater in seinem »Annotationsbuch;< schreibt: in »Handlungsgeschäftsbedienung« zu begeben.
Der Grossvater hatte sich nämlich mit Hermine Zander, der Tochter der verwittweten Frau Doktor med.Zander, Hanna Elisabeth, geb. Bäumer, verlobt, die er als Unterlehrer während seines Aufenthalts inSolingen kenneu gelernt hatte. Da seine Braut grossen Wert darauf legte, auch nacli ihrer Verheiratungin der Nähe ihrer alten Mutter wohnen zu bleiben, wandte sie sich an Herrn Karl Joest, den Hauptchefder Firma Schimmelbusch & Joest auf dem Mangenberg bei Solingen, mit der Bitte, ihrem Bräutigam eineStelle auf seinem Kontor zu geben. Infolge dessen besuchte Herr Joest unsere Grossvater auf demArnberg, und, da er Gefallen an ihm fand, erfüllte er die Bitte der Braut und nahm ihn in sein Geschäft.
Mit eisernem Fleisse und grosser Treue lebte der Grossvater sich in seinem neuen Beruf einund erwarb sich durch strenge Rechtlichkeit und milde Nachgiebigkeit die Achlung und Liebe seinerPrinzipale, sodass sie ihm volles Vertrauen schenkten und Ende des Jahres 1821 die Prokura übertrugen.Seinem früheren Beruf war er jedoch nicht völlig untreu geworden, sondern benutzte seine Mussestundennoch dazu, den ältesten Kindern des Herrn Karl Joest Unterricht zu erteilen. Nie hat er auch in seinemspäteren Leben sieh der geringen Anfänge in den kleinen ländlichen Schulstellen geschämt und auch inder Erziehung seiner Kinder und Enkel-Kinder bewiesen, dass Lehrerblut in seinen Adern floss.
Am 20. Juli 1817 fand die Hochzeit zur Gründung des eigenen Hausstandes statt. Gottes Güteschenkte ihm in seiner Ehe vier Kinder: Emma, Otto, Gustav und Emil, die zu seiner Freude heran-wuchsen. Aber auch schweres Leid blieb ihm nicht erspart, denn am 6. März 1825, als sein jüngsterSohn kaum 3 /4 Jahr alt war, wurde ihm seine getreue Lebensgefährtin nach noch nicht voll achtjährigerEhe unerwartet und schnell in Folge einer Leberentzündung durch den Tod entrissen. In ihr verlor derGrossvater eine tüchtige und treue Gehülfin, die trotz ihres schwachen Körpers und der Krücke, derensie sich beim Gehen stets bedienen musste, ihrer häuslichen Pflichten in mustergültiger Weise walteteund ihre Kinder mit liebevollem Ernst erzog.
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