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Chronik der Familie Johann Jakob Langen in Köln : auf Grund handschriftlicher Aufzeichnungen, der Kirchenbücher der evangelischen Gemeinden Marienberghausen, Mühlheim am Rhein und Bergisch-Gladbach sowie persönicher Mitteilungen im Frühjahre 1899
Entstehung
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Emil Langen (vergi. 17).

Am 24. Juni 182-4 als viertes Kind der Eheleute Johann Jakob Langen und Hermine Zander in Solingengeboren, verlor Emil, noch nicht 8 /< Jahr alt, seine Mutter, worauf die Grossmutter Frau Witwe Dr. med.Theodor Zander ihn und seine drei älteren Geschwister zu sich in ihr Haus nahm und mit ihrer, bei ihrwohnenden, Tochter Henriette für die mutterlosen Kinder sorgte, bis deren Vater am 4. Mai 1826 sich mitJohanna Gustorf vermählte. Acht Jahre alt siedelte er mit seinen Eltern nach Köln über. Hier besuchteer zuerst die Elementarschule, darauf die dortige Gewerbeschule und kam dann in das Institut des HerrnPastor Hemmer in luden bei Jülich, wo er in seinem späteren Schwager August von Reeklinghausen einenMitschüler fand.

Seine Absicht war, Kaufmann zu werden, weshalb er zunächst in das Kolonial- undLandesproduktongeschäft der Firma Reichard in Strassburg als Lehrling eiutrat und, nachdem dieseseingegangen war, seine weitere Ausbildung in dem Geschäft gleicher Art der Herren Fink & Heidel-berger in Mainz empfing.

Inzwischen hatte Emils Vater 1843 die Friedrich Wilhelmshütte zu Troisdorf gekauft, bestehendaus einem Holzkohlenhochofen, der Eisensteingrube Gottessegen und den beiden Fruchtmühlen bei Sieglarund Eschmar, und da des Vaters Wunsch war, dass Emil später die Leitung dieses zur Zeit ausserBetrieb befindlichen Werkes übernehmen sollte, so ging er auf die Bergschule nach Siegen, um sich aufderselben für seinen späteren Beruf als Hüttentechniker vorzubilden.

Im Jahre 1844 trat Emil, 20 Jahre alt, in das unter der Firma J. J. Langen zu FriedrichWilhelmshütte bei Siegburg begründete Geschäft seines Vaters ein, welcher ihm für dasselbe, wie auchfür das am 31. März 1845 in Köln unter der Firma J. J. Langen & Söhne begründete Zuckerraffinerie-Geschäft Prokura erteilte.

Emil nahm seinen Wohnsitz auf der Hütte wo seine älteste Schwester Emma ihm den Haushaltführte, bis er sich am 11. Juni 1848 mit Juliane Lauterjung, der Tochter des MesserfabrikantenKarl Wilhelm Lauterjung und dessen Gattin Anna Catliarina Eni, vermählte. Das junge Paar bezogauf der Hütte den sogenannten »Thurm« und erfreute sich darin nahezu 20 Jahre lang einesungetrübten Familienglückes, auf welches nur der Tod des jüngsten Kindes, des am 24. März 1867 imAlter von 3Y2 Jahren verstorbenen Sohnes Max, einen Schatten zu werfen vermochte. In geschäftlicherBeziehung hatte Emil in dem neuen Unternehmen mit grossen Schwierigkeiten zu kämpfen, besondersinfolge der wenig günstigen Lage des Werkes, welches keine Wasser- oder Eisenbahnverbindung wedermit den Bezugsquellen seiner Rohstoffe, noch mit den Absatzgebieten seiner Fabrikate hatte. Von Jahrzu Jahr erforderte das Geschäft, an welchem ausser Emil und dessen Vater, seine Brüder Otto, Gustavund Jakob inzwischen beteiligt worden waren, immer mehr Kapitalien, die sieh aber aus vorangegebenenGründen nicht sonderlich verzinsten. Inzwischen begann die Eisenindustrie des Zollvereins sich mehr undmehr zu entwickeln. Das seither zur Aufbesserung des geringen schottischen Roheisens benutzte deutscheHolzkohleneisen wurde von Jahr zu Jahr teurer. Die Unmöglichkeit, sich die zu einem rationellen Betrieberforderlichen Mengen Holzkohlen zu beschaffen, trat immer stärker hervor und man sah sich in Folgedessen im Jahre 1854 veranlasst, auf der Friedrich Wilhelmshütte einen gemischten Betrieb einzuführen

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