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Chronik der Familie Johann Jakob Langen in Köln : auf Grund handschriftlicher Aufzeichnungen, der Kirchenbücher der evangelischen Gemeinden Marienberghausen, Mühlheim am Rhein und Bergisch-Gladbach sowie persönicher Mitteilungen im Frühjahre 1899
Entstehung
Seite
12
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Nach der Malter Tode nahm die Grossmutter, Wittwe Dr. Zander, die Kinder zu sich in ihr Hausund sorgte mit Hülfe der bei ihr wohnenden unverheirateten Tochter Henriette für deren körperlichesWohl und geistige Pflege.

Am I. Mai 1826 trat der Grossvater zum zweiten Male in den Ehestand und vermählte sich mitJohanna Gustorf, dem einzigen Kinde seines hochgeschätzten früheren Lehrers. Die neue Mutter wareine vertraute Freundin seiner ersten Gattin und erfüllte den letzten Wunsch der Heimgegangenen, welcheihr vor ihrem Ende den Gatten und die Kinder an's Herz gelegt hatte. Aus dieser Ehe entsprossensieben Kinder: Jakob, Clara, Engen, Albert und die in frühester Jugend gestorbenen Hermann, HermannAugust und Heinhold.

Bei seiner Verheiratung zog der Grossvater mit den Kindern in das Haus des Vaters seinerjungen Frau und hatte die Freude, mit diesem bald darnach dessen fünfzigjähriges Lehretjubiläum zu feiern.

Am 17. Juli 1828 starb der Schwiegervater und die Familie siedelte nach Solingen nach demObennangenberg über.

Am 1. September 1S29 feierte der Urgrossvater Johonn Jakob Langen in Düssel sein fünfzig-jähriges Lehrerjubiläum, legte gleich darauf sein Lehramt nieder und zog mit seiner Frau und seinenbeiden Töchtern Clara und Christine in ein kleines, zur Wohnung des Grossvaters gehörendes Nebenhaus.Die beiden Schwestern starben kurz nacheinander am 4. August bezw. 1. September 1830 am Nerven-fieber. Am 10. Mai 1831 zog dann der Grossvater mit seiner Familie und den Eltern vom Mangenbergin eine von Herrn Joest am Weyersberg für ihn neu erbaute Wohnung.

Die nächste Zeit brachte in das Leben des Grossvaters eine neue, für ihn unerwartete Wendung.Die Firma Schimmelbusch & Joest hatte in Köln eine Zuckerraffinerie errichtet, in welcher ein Schwagerdes Herrn Joest, Herr Troost, die Fabrikation, und ein Schwiegersohn des Herrn Schimmelbusch, HerrTheegarten, die Kontorarbeiten zu überwachen hatte. Als der Grossvater bald darauf Herrn Joest umeinen Urlaub bat, um mit seiner Frau bei deren Verwandten im Jülicher Land einen längst ver-sprochenen Besuch zu machen, schlug dieser ihm vor, auf seiner Reise für die Fabrikate der neu errichtetenZuckerfabrik Kunden zu erwerben. Der günstige Verlauf seiner Bemühungen machte in dem KölnerHause den Wunsch rege, dass der Grossvater ihm seine Thätigkeit dauernd widme. So kam es, dassschon am 21. November 1832 die Uebersiedelung der Familie nach Köln erfolgte und dass am Findedesselben Jahres der Grossvater sowohl, als die Herren Troost und Theegarten, als Teilhaber in dieRaffinerie der Herren Schimmelbusch & Joest aufgenommen wurden.

In Köln bezog der Grossvater das Haus Severinstrasse 57, das ehemalige Stammhaus der Familievon Sandt, welches sich zu jener Zeit im Besitz des Weinhändlers Schlösser-Lohmann befand. Er mietetedas alte herrschaftliche Wohnhaus nebst Garten, während die dazu gehörigen Wirtschaftsgebäudeund der ca. 6 Morgen grosse Gemüsegarten an einen Kölner Kappusbauer verpachtet blieben. Erst imAnfang der vierziger Jahre, als das Anwesen besonderer Umstände halber zum Verkaufe gestellt wurde,benutzte der Grossvater die sich ihm bietende Gelegenheit, das ganze Besitztum zu erwerben und nahmnach Ablauf des Pachtvertrages auch den grossen Gemüsegarten in eigene Benutzung.

Am 1. Januar 1831 waren in Folge des durch die preussische Regierung ins Leben gerufenenZollvereins die Zollschranken in den deutschen Landen gefallen, welcher günstige Umstand mit dazubeitrug, das Zuckerraffinerie-Geschäft in Köln gewinnbringend zu machen. Der Gesellschaftsvertrag,welcher den Grossvater für 6 Jahre zum Teilhaber gemacht hatte, wurde nach Ablauf dieser Zeit aufweitere 6 Jahre erneuert; doch wurde darin die Bestimmung aufgenommen, dass keiner seiner Söhne in