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Die Erfindung der Buchdruckerkunst nach den neuesten Forschungen
Entstehung
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Verbesserung des Glessens.

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sein, und dann musste die zweite, weniger Seiten umfassende undbilligere in den Handel gebracht werden. So mochte der Erfinderglauben und rechnen, aber in Einem verrechnete ersieh: sein Gesell-schafter Fust blieb ihm nicht treu, wir sehen in Mainz 1454 zweiDruckereien, eine mit den Typen der 36 zeiligen, die andere mit denender 42 zeiligen Bibel arbeiten, und diese letztere war im Besitze des Fust.

Dass beide Bibeln aus derselben Werkstätte hervorgegangensind, wenigstens in ihren Anfängen, beweist die grosse Ueberein-stimmung der Satzweise und hat sich bei Herrn Dziatzkos genauenUntersuchungen immer mehr und mehr herausgestellt, doch kann voneinem gleichzeitigen Druck keine Rede sein, da das Papier beiderBibeln verschiedene Wasserzeichen aufweist; es ist nur anzunehmen,dass die 42 zeilige nach der 36 zeiligen gedruckt wurde. Dass mitHolzbuchstaben eine Bibel gesetzt wurde, nachdem eine solchemit Messingbuchstaben hergestellt worden war, ist rein unmög-lich; geschnitzte Holzbuchstaben sind theurer als Messing-guss.

Während aber beide Gesellschafter noch mitsammen arbeiteten,müssen Versuche gemacht worden sein, ein leichteres Gussverfahrenausfindig zu machen, da der Rothgiesser nur langsam die Messing-typen liefern konnte. Hier mögen dem Erfinder Rathschläge aus derMünze zugegangen sein, mittels Punzen Matrizen zu schlagen unddiese zum Giessen zu verwenden.

Aber die Messingtypen der 42 zeiligen Bibel konnten nicht ausKupfermatrizen gegossen sein, weil Messing Zink enthält und diesesdas Kupfer zerstört, man musste nach anderem Material suchen, dennBlei ist zu weich. Es gibt eine Unzahl Metallmischungen vom Blei biszum harten Glockenmetall, welches selbst von der Stahlfeile nichtangegriffen wird; es kommt nur darauf an, welche Mischung diegrösste Härte mit dem leichtesten Guss verbindet. Für diese Metall-buchstaben konnten Matrizen gegossen werden, auch konnten fürsie Matrizen mit stählernen Punzen geschlagen werden, wozudie Münze das Vorbild gab. Aus den Drucken selbst ist nicht zuerkennen, wann solche Punzen zuerst gebraucht wurden, und ob eswahr ist, dass Schöffer dieselben erfunden habe.

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