Druckschrift 
Die Erfindung der Buchdruckerkunst nach den neuesten Forschungen
Entstehung
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Holztafeldruck.

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macht, ist, dass, wenn Buchstaben mit Ober- und Unterlängen über dieZeile hinausragen, sie Fleisch (d. i. überflüssiges Blei am Buchstaben)haben müssten, welches verhindern würde, dass zwei Striche unmittel-bar aneinanderstossen; ich habe in der Tafel der von der Reichs-druckerei zu Berlin herausgegebenen »Druckschriften des XV. bisXVIII. Jahrhunderts«, welche eine Probe der 42zeiligen Bibel gibt,gefunden, dass die Unterlänge eines Buchstabens auf einen darunterstehenden Strich (-) drückte, obgleich diese Buchstaben nicht über-hängen; in dem Prüssschen Donat aber stossen die Unterlängen soinnig an die Oberlängen der unteren Zeile, als wären sie geschrieben.Anderseits sind die Buchstaben selbst so gleichmässig, als wenn siegegossen wären. Der Donat trägt den Titel H^anatU^ miliar auf einerbesonderen Seite; solche Titel kommen erst in den zwei letzten Jahr-zehnten des XV. Jahrhunderts vor.

2. iDanatiirl miliar ohne Angabe des Druckers, bestehend aus32 Blättern mit je 21 Zeilen; in diesem sind die Versalien alle vongleicher Grösse, aber von anderer Gestalt als bei Prüss, die Zeilenhaben mehr Zwischenraum und ragen nicht ineinander hinein.

3. IDcmatU't miliar, gleichfalls 32 Blätter mit je 21 Zeilen, dochist hier nicht nur das sondern auch das Jl? kleiner.

4. IDnnati Cüitia prima als Inschrift auf einem Bande, welchessich über der Abbildung einer Schule befindet, in welcher ein Lehrer,die Ruthe in der Hand, vier Knaben unterrichtet. Ich habe das Titel-bild in meiner »Illustrirten Geschichte der Buchdruckerkunst«: abge-druckt, hier folgt (S. 20) die Textprobe der zweiten Seite. Die Zeile iponatiChitin ptima hat die Grösse der T}'pen des Prüssschen Donats, derText ist mit einer kleineren Schrift hergestellt, welche der Grösse des

und 3! entspricht, welche als kleinere Buchstaben in den obigenDonaten vorkommen. Auch hier bemerkt man, dass die Oberlängender unteren Zeile in die Unterlängen der oberen Zeile hineinragen,ohne dass die Buchstaben sich quetschen oder drücken; zugleich tritthier auch eine gänzliche Verleugnung des Rechteckes hervor, auf demder Typenguss beruht. Bekanntlich bestehen die Typen aus recht-eckigen Metallstäben, welche aneinandergereiht werden; würde einsolcher Buchstabe schief stehen, so würden seine Kanten nach oben