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Kaspar Schenk von Kastel zu Mammertzhofen die Markenseines Besitz thums gegen Mammertzhofen. ')
Nach seinem Tode a ) erbte die Witwe Friedrich Moritzenszu Händen ihrer Kinder Roggwil.
Kaspar Blarer von Wartensee, Vogt zu Arbon empfingals Vormund der Judith von Rappenstein, geborner Schenkvon Kastel und ihrer Kinder die st. gallischen Lehen, obwohldie Abtei dieselben als heimgefallene Mannlehen an sich hätteziehen können. 3 ) Wandelburg von Rappenstein brachte dannden ganzen Besitz ihres Hauses ihrem Gemahl Hektor Studervon Winkelbach zu, der am 24. November 1578 damit be-lehnt ward. 4 )
>) Urb. vom 30. April 1571. Spitcä-A. St. Gallen, A 7, Urbar I 217.Näf V 493.
2 ) Nacli dem mehrfach erwähnten genealogischen Kollektaneenband vomJ. 1821 im Stdt.-A. St. Gallen starb Hans Georg Mötteli erst 1576 ledigenStandes; Näf dagegen (II, 267) giebt ihm eine Barbara Kröll von Lindauzur Frau. Nach Bucelin ist Joh. Georg ein Sohn Friedrich Moritzens.
3 ) Stifts-A. St. Gallen. Extrakt fürstl. st. gallischer LehensinstrumenteBd. 12, S. 247. Ich muss gestehen, man könnte Judith ebensowohl fürdie Gattin Georgs halten und die Existenz eines Friedrich Moritz bezweifeln,da er mir gar niemals in gleichzeitigen Aktenstücken zu Gesicht kam, ichglaubte mich aber hier doch an die allgemeine Ueberlieferung halten zusollen. Judith starb 1589 zu Mammertshofen und ward in der Kirche zuBerg begraben. Näf II, 267.
4 ) Stifts-A. St. Gallen, Extrakt fürstl. st. gallischer Lehensinstrumente,Band 12, Seite 247. Hektor Studer von Winkelbach, Sohn des JosuaStuder und der Margaretha Zollikofer war 1554 geboren, in jungen JahrenEdelknabe in Paris, später fürstlich st. gallischer Rat und Landesoberst.Seine Gemahlin Wandelburg v. Rappenstein gebar ihm zehn Kinder, wo-runter sechs Söhne. Sie starb 1611 und ward in der St. Galluskapelle zuArbon begraben. Näf, der das gemeinsame Grabmal der beiden Ehegattenam 13. Mai 1870 sah, giebt davon folgende Beschreibung: Rechts an derinnern Mauerwand steht eine Steinplatte mit hocherhabenen Figuren, Wappen-schilder und Emblemen. Die Mitte nimmt ein Kruzifix ein, vor dem eingeharnischter, barhäuptiger Ritter kniet: oben die Wappen Studer undRappenstein, rechts am Rahmen die Wappen Studer und Zollikofer, linksRappenstein und Schenk von Kastel. In der hist. Sammlung zu St. Gallenbefindet sich eine aus der Schlosskapelle Roggwil stammende Holztafel vomJahre 1627 mit den knieenden Bildnissen Hektars, seiner Gattin und ihrerlebenden und verstorbenen Kinder. —
Schon in der nächsten Generation, mit dem Sohne Hektars undWandeiburgs Georg Joachim (geb. 1583) erlosch 1649 der Mannsstammder Studer (Stauder) von Winkelbach; Roggwil gelangte durch die Erb-tochter an die von Bernhausen zu Hagenwil, 1733 an die von Eichbeckund wurde 1740 von der Stift St. Gallen als erledigtes Mannlehen einge-zogen, resp. um 26 0Q0 Gulden zurückgekauft. Näf V, 498.