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1560 verkaufte Beat Rudolf, der Sohn des „reichen Möt-teli" notgedrungen die Herrschaft Pf'yn um 39000 Gulden anPeter von Gundelfingen, Vogt zu Urach in Württemberg. l )Von nun an vernehmen wir von ihm noch weniger, nur vondem häuslichen Kriege zwischen ihm und seiner Frau giebtuns ein Memorial der Brüder Elisabeths von Ramschwag anAbt Othmar von St. Gallen Kunde. 2 ) Bei der Lehensemeu-erung durch Abt Othmar am 6. Mai 1566 3 ) erscheint al$Trager für Beat Rudolf sein Schwager Itelhans Blarer vonWartensee, Vogt zu Rorschach, was vielleicht bereits auf eineschwere Krankheit Möt.telis schliessen lässt. 1569 starb BeatRudolf von R.appenstein 4 ) und wurde zu Goldach begraben.Seine beiden späteren Ehen waren mit zahlreichen Kinderngesegnet. Martha von Schönau hatte ihm nur Töchter gebo-ren: Justina, Helena, Dorothea, Elisabetha und Ursula (?) ;aus dritter Ehe hinterliess er einen Stammhalter Johann Jakobund zwei Töchter Maria und Anna. s )
') Aufzeichnungen über Handänderungen der Herrschaft Pfyn vonder Hand des Schlossherm Wambold von Umbstatt ca. 1607, ohne nähe-res Datum des Kaufbriefes. Vgl. dazu die Urkunde Beat Rudolfs vomMontag nach Joli. Bapt. (29. Juni) 1502, worin er den Konvent des St.Klaraklosters zu Villingen um 2000 fl„ herrührend von seinen TantenMargret und Emilia von Rappenstein, Konventfrauen daselbst, versichert,und den Zins ab der verkauften Herrschaft Pfyn auf den vom Käufer er-haltenen Zinsbrief von 20000 Gulden verlegt. Beat Rudolf, Hans Muntpratvon Spiegelberg, Verwalter der Hauptmannschaft zu Konstanz und Wilhelmvon Bernhausen, Möttelis Schwager, siegeln den Brief. Gleichz. Kopie.St.-A. Zürich, Akten Thurgau Pfyn 1.
2 ) Geneal. Kollektaneenband im Stdt.-A. St. Gallen-, Näf II 396. Davon Abt Ottmar II. die Rede ist, so kann diese Klageschrift frühestensins Jahr 1564/65 fallen (Othmar II. wurde 1564, 20. Dezember gewählt undstarb 1577, 27. Januar). Vielleicht einen Anhaltspunkt über die Ursachendes, häuslichen Zwistes giebt die Anklage auf Notzucht, die schon im August1539 eine Frau im Rheinthal gegen Beat Rudolf erhoben hatte. Beat Rudolfleugnete und die Tagsatzung gab darüber dem Uandvogt zu Rheineck ihreWeisungen. Amtl. Samml. IV, 1 c, S. 1131.
3 ) Stifts-A. St. Gallen F. 1, Cl. 5, Cist. 9. Datum: Montag nachJubilate 1566.
4 ) „1569 starb der edel vnd vest Batt Rudolf von Rappenstein genanntMötteli zu Sulzberg" laut d. Jahrzeitbuch der Kirche Goldach. Näf II 396.
5 ) „Justina. Helena, Dorothea, Elisabeth, bi wilund der edlen undtugentrichen Marta von Schönow erzüget". Angabe des mehrfach zitiertengenealogischen Kollektaneenbandes im Stdt.-A. St. Gallen. Näf 1. c. lässtauch Johann Jakob der zweiten Ehe entstammen — offenbar unrichtig,