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als solcher schon 1521 im Mitgliederverzeichnis der dortigenHerrenstube. ') Die religiöse Richtung, die Zürich seit demJahre 1520 einschlug, mag ein Grund seiner Entfremdung vonZürich gewesen sein. Denn trotzdem seine Gemahlin MariaPetronella von Ulm, die Schwester des reformationsfreundlichenKonstanzer Patriziers und Ratsherrn Heinrich von Ulm undinfolgedessen Schwägerin des Reformators Ambrosius Rlarerwar, 2 ) zeigte sich Joachim von Anfang an der neuen Lehreabgeneigt. — Es entsprach dies vollkommen seinem Charakter,der seine Rechte, von denen er keinen Deut ablassen wollte,durch die Reformation gefährdet glaubte, hatte ja im Thurgaudie freiheitliche Bewegung auf religiösem Gebiete sofort ana-loge Bestrebungen auf politischem und sozialem Gebiete her-vorgerufen. Schon am 19. Juli 1524 hatten Abgeordnete der thur-gauischen Gemeinden gegen das Fischerei- und Jagdmonopolder Edelleute, wie gegen den Fortbezug von Lass und FallVorstellungen bei clen regierenden Orten erhoben und mancher-orts hatte sich die Absicht kundgegeben, dass man fürderhindie Zehnden nicht mehr entrichten wolle. 3 )
Am 3. September 1524 bei den Verhandlungen über denIttingersturm erschien neben dem Abt von Kreuzlingen undeinem von Landenberg auch Joachim Mötteli, namens der thur-gauischen Gerichtsherren zu Baden vor den Gesandten derXIII Orte; 4 ) wenn auch ihre Instruktion nicht bekannt ist,der Name des Abtes von Kreuzlingen bürgt für den katholischenCharakter der Mission, und nicht minder die Thatsache, dassJoachim Mötteli im Frühjahr des folgenden Jahres selbst als
jährlich 3 ^ zu Udel. Das Datum fällt sicher spätestens ins Jahr 1521;leider konnte der Brief nach gef. Mitteilung von Hrn. Forstmeister Th.Felber im Stadtarchiv Winterthur bisher nicht wieder aufgefunden werden.
9 Troll, Gesch. v. Winterthur III, S. 99.
2 ) Vgl. Zeller-Werdmüller „Geschichte der Herrschaft Griessenberg"im Jahrbuch f. schw. Gesch. VI, S. 30.
3 ) Amtl. Samml. d. Absei. IV, 1 a, S. 461 und S. 496.
4 ) Schreiben der Luzerner Gesandten nach Hause. Strickler, Akten-samml. z. Schweiz. Reformationsgesch. V, No. 17.