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Die Familie vom Rappenstein genannt Mötteli und ihre Beziehungen zur Schweiz
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das nicht geschehe, so habe man Mötteli erlaubt, sie mit Rechtvorzunehmen, wo immer er zum Ziel zu kommen meine. x ) Wohlinfolge dieser Erlaubnis hat Lötfried dann einen gewissen HansHumolt von Forsteck samt dessen Geschwistern vor das Hof-gericht zu Rotweil geladen. Die daraus hervorgehenden Ver-wicklungen kamen erst im Jahre 14-79 zum endlichen Abschluss,nachdem beide Parteien ihre Streitsache einem Schiedsgerichte,bestehend aus zwei St. Galler und einem Marbacher Zugesatztenund einem St. Gallischen Obmann, 2 ) unterworfen hatten. 3 )

Bei der Abtretung Forstecks mögen für Lütfried Mötteliverschiedene Gründe zusammengewirkt haben. Lütfried befandsich in einem Alter, wo man sich nach Ruhe sehnt.

Es gemahnt an Todesgedanken, wenn er am 22. Febr. 144-7zu seinem Seelenheile 800 Rhein. Gulden an die Pfrund undden Altar des heiligen Gallus im St. Galler Münster vergabt. 4 )Mit dem Jahre 1479 verschwindet er aus den Ratsverzeich-nissen. 5 ) Die Kraft des rastlosen unternehmenden Kaufherrnerscheint in seinen letzten Lebenstagen gebrochen. — Odererwies sich der spanische Handel nicht mehr als die alte Gold-grube, hatte das Glück, das Lütfrieds Spekulationen so langegelächelt, dem alternden Manne den Rücken gewandt? Leiderist uns ein klarer Einblick in diese Verhältnisse verwehrt, welcheRudolf Mötteli bewogen, an den Rat von St. Gallen das An-suchen zu stellen, seinen Bruder zu bevogten, weil er finde,„Lütpfrid wer notturfftig nach sinem handel vnd hushaltenmit vogty zu versehen." ü ) Dass Rudolfs Begehren nicht un-begründet war, beweist das Steuerbuch von 1481, wo Lütfried

') Absch. Luzern „Mittwoch nach Cantate" 1470. Amtl. Samml. S. 590,No. 838 p.

2 ) Ulrich Häring.

3 ) Zelhveger, Appenzeller Urk. II. 1, S. 472, No. CGCCLXXXIV. Vgl.auch dessen Appenz. Gesch. II, S. 111. Die dort, erzählten Begebenheitenscheinen mit dem Inhalt dieser Urkunde im engsten Zusammenhang zustehen.

4 ) St.-A. Zürich. Gedruckte St. Galler Urk. Msc. 109.

6 ) Regiment-Buch I. Stdt.-A. St. Gallen.

") Dieses ergiebt sich aus dem Prozess Gallus Kapfmanns mit JakobMötteli von ca. 1498. Stdt.-A St. Gallen Tr. T. No. 13 h.