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Die Familie vom Rappenstein genannt Mötteli und ihre Beziehungen zur Schweiz
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In ÖL Gallen besass Lütfried zwei Häuser an der Spiser-gasse, ein Sommerhaus mit Garten an der Spiser Vorstadt, einHaus zu St. Jakob 4 ) und wenigstens zeitweise das Bürgleinam Brühl. 2 ) Im Jahre 1471 am Dienstag nach St. Martins-tag erkaufte er auch von der Stadt St. Gallen ihr Haus zuRorschach. 3 )

Bei solchem Reichtum war es ihm nicht zu verargen, wenner wie sein Bruder Rudolf ein Gerichtsherr werden wollte.Schon am ( J. Juli 1466 liess er sich von Kaiser Friedrich mitdem zu Schloss und Gericht Forsteck und Frischemberg ge-hörenden Blutbann, belehnen und huldigte von Reichswegendem Magistrat der Stadt St. Gallen. 4 ) Nun suchte er mit dergleichen Energie, die seinen kaufmännischen Erfolg begründet,die Rechte wieder an sich zu bringen, welche die Appenzellereinst den Hohensax entrissen hatten. 5 ) Er stiess aber bei diesen

gemeinsam gehört zu haben. Dabei ist zu beachten, dass in Basel derGulden nur zu 23 Schilling gewertet war, also nur 3 Schilling höher alsein Pfund (vgl. Schönberg: Die Finanzverhältnisse der Stadt Basel im XIV.und XV. Jahrh."). Das Verhältnis von Gulden und Pfund ist .eben keines-wegs immer 2: 1, sondern sehr schwankend, wenn gleich in der Regel einPfund zu 20 Schilling, ein Gulden zu 40 Schilling zu berechnen ist. Auchin Basel wäre Lütfried mit seinen 13300 unter die reichsten Bürger ge-zählt worden.

') Stifts-A. St. Gallen, Band 109, S. 117 ff. Verzeichnis der Häuserin der Stadt St. Gallen und Umgebung, lierausgeg. von Gonzenbacli.St. Galler Mitteilungen, Nene Folge I, S. 1S4 ff. Nach Näf II ist das einedieser Häuser an der Spisergasse mit dem Haus „zum liegenden Hirsch"zu identifizieren.

2 ) Näf II (unter Art. Jakob von Ravenstein): „ 1503 verkauft Jakobvon Rappenstein das von Lütpfrid M. ererbte Bfirglein am Brühl an denStadtschreiber Appenzeller." — Im I. Band S. 148 giebt. Näf verschiedeneAngaben über dieses Weiherhaus, die der obigen Nachricht geradewegswidersprechen. 1492 besitzt Konrad Hör das Bürglein, 1498 Hans am Graben,1526 Ulrich am Graben, der es an Jakob Christian Krumm verkauft. -Bemerkenswert ist. aber, dass in den Steuerbüchern Lütfried Mötteli im Brühl•eingeteilt ist. Vgl. auch das Steuerbuch vom Jahre 1488, wo Jakob Mötteli.Lütfrieds Erbe, als Besitzer von Haus und Acker am Brühl erscheint.

3 ) Um 80 ffi. Lütfried gestattet nach 10 Jahren die Lösung. AltesSatzungsbuch No. 510 p. lxxxvj b. Stdt.-A. St. Gallen , vgl. Vadians DeutscheSchriften II, 246, 35. Der dort Anm. 5 ausgesprochene Zweifel wird durchunsere Angaben gelöst.

4 ) Chmel, Regesta Friderici IV. imperatoris II. No. 4556, S. 469.

5 ) Nach Liebenau geschah dies 1405. Da aber in unsern Akten immerUlrich von Hohensax (1421—1454), der ältere Bruder Albrechts, als der-jenige genannt wird, dem die Appenzeller Frischemberg wegnahmen, und da