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Die Familie vom Rappenstein genannt Mötteli und ihre Beziehungen zur Schweiz
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ihre Kinder oder in Ermanglung solcher ihre Mutter Ursulaund ihre übrigen nächsten Erben lösungsberechtigt, und zwargestattet der reiche Oheim seiner Nichte Ursula und ihrenKindern die Lösung um den reduzierten Preis von 1400 Gulden,den andern Berechtigten um die wirkliche Pfandsumme von2200 Gulden. ')

Lütfried Mötteli war damals schon einer der reichstenBürger St. Gallens.

Er, der als unehelich Geborner seinen Vater nicht beerbthatte, versteuerte im ersten Jahre seines dortigen Bürgerrechtesmit 6 U 6 Schilling schon ein Vermögen von 2520 "tb. SechsJahre später hatte sich aber sein Steuerkapital fast ums drei-fache vermehrt und betrug bereits 6660 U, 1474 war es auf8000 U gestiegen. Seit dem Jahre 1480 steuert er 33 U 6Schilling 6 Denar, was ein Kapital von 13300 U repräsentiert. 2 )

') Konzept oder gleichzeitige Kopie, überschrieben : „No Ursula oriun-

da de Sax (sie!) Koffbrieff vf'f ain loßung." Stdt.-A. St. Gallen Tr. T. 17 a.

s ) Stdt.-A. St. Gallen, Steuerbuch 1454: „im Prüell. ... ex. LüpfridMettylin vj lb. vj fi. d." Steuerbücher 1455—1459: „Lüpfritt Möttyly vjib. d." 1400: „Lüpferitt Mötteli xvj lb. xiij ß iiij d. Lüpi'eritt Möttiiy hetgen viij guldin." 1401: „Lutpfrid Möttenly (6500) xvj lb. v fi.: geben vfrechnung 12 lb. 12 ß. me 3 lb. 13 ß." 1402: „Lütfrid MStely .... Lüp-frid dt. an Markes Stüdy xv lb. vj ß iij d. me xviij ß. viiij d. sin junk-frow. ..." 1403: „Lütfrid Motily xvj lb. v ß. d." 1400: „ex. Lüttfryd Motte-lm gen 15 fl. vnd 1 d. xv lb. vij ß. vj d." 1407: „Lütfryd Mötteli xv lb.jeh han gen 20 11." 1409: „Lüppfrid Möttiiy xv lb." 1470: „Lüpfritt Möttelyxvij lb. x ß. d." ; ebenso 1471 und 1472; 1473 giebt er xvj lb. xviij ß.iiij d., 1474 xx Ib., 1470 xx lb. xiij ß. d., 1477 xx Ib., ebensoviel 1478 und1479; im Steuerbuch von 1480 kommt er mit xxxiij lb. vj ß. iij d. vor(wie schon in einem zweiten Steuerbuch des Jahres 1478). — Der Steuer-ansatz betrug von 100 ff 5 Schilling, also 2 1 /2 °/oo. — Der Reichtum LütfriedMöttelis will freilich nicht so bedeutend erscheinen, wenn man die Steuer-vermögen der reichen Bürger anderer Schweizerstiidte zum Vergleich heran-zieht. Schon 1448 versteuerte in Bern Loys von Diesbach 34000 Guldenund im Jahre 1494 giebt es dort nicht weniger als vierzehn Hausväter oderWitwen mit mehr als 10000 Gulden Vermögen ( Tillier: Gesch. des eidg. Frei-staates Bern, II. 537 ff.). In Luzern versteuerte ca. 1461 Schultheiss Has-furter 12000 Gulden ( Geschfrcl. XIX, S. 305). In Zürich dagegen betrug 1467das grösste Steuervermögen 19199 ß und nur zwölf Bürger besassen 10000 g"und darüber. Füssli hat jedenfalls übertrieben, wenn er VValdmanns Ver-mögen auf 40000 Gulden gewertet hat. (Vgl. Zeller-Werdmüller, „Zürichim XV. Jahrh." in S. Vögelin's: „Das Alte Zürich", II. 322). — Im gewerb-lichen Basel finden wir in den Steuerbüchern der Jahre 1470—1476 nursechs Steuerzahler mit einem Steuerkapital von mehr als 10000 Guldenund das grösste dortige Vermögen, 18900 Gulden, scheint mehreren Familien