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keine Kosten gereuen. Es wird gemeldet, dass er den (ver-schütteten?) Turm „von sinem boden der höli vff erlert"; denObergaden des Donjon und die Häuser, von denen man heuteinnerhalb der Umfassungsmauer noch Spuren bemerkt,') scheinter völlig erneuert zu haben. Er bezog wenigstens aus Zürich110 Fuder Läden zu sechs Stuben, zu Wänden, Thüren, Bänken,und liess sie mit seinen eigenen Rossen nach der Baustelleführen, ebenso Kalk, Ziegel, breite gebrannte Estrichplatten.Das „ruche" Holz, 490 Fuder Tannenholz, 70 Fuder Eichen-holz lieferten die Wälder um Kloten. — Die Schwierigkeiten,das Baumaterial auf den Hügel zu schaffen, verteuerten dieBauten so sehr, dass Mötteli die Kosten, das Material „bißvff den berg vnd jn die höchi der hüser vnd des turns zuverwerckind, vnd jegklichs an sin statt ze bringend," dreimalso hoch als dessen Ankaufspreis und Fuhrlohn schätzte. Nurder Sand kam ihn bis an Ort und Stelle auf 150 U zu stehenund ebensoviel kostete der Lehm zu den Estrichen, den Fuss-böden, Kaminen, Wänden und Oefen. Mötteli bekundete seinenReichtum durch zahlreiche Fenster von „Veneclier glaßschiben";er errichtete einen neuen gemauerten Backofen, einen Sod „zu-gericht mit einem rad vnd kettenen vnd ein muren vnd eingehuß darüber," einen Kerker und einen Weinkeller mit Obst-bühnen. Ein grosser Aufzug ward errichtet mit einem eichenenRad und „vffzügischnablen" und auf dem Turm ein Winden-aufzug angebracht. Die Keller wurden tiefer gegraben, dieMauern tiefer untermauert. Ein neues Thor mit einem „starkengetüll" vermehrte jetzt die Sicherheit und das „vsrost" Thorerhielt einen starken eichenen Gatter.
Der Burggraben und Burghügel war im Laufe der Jahremit wildem Gestrüppe so verwachsen, „das es ein vnnutz Dingwas." Der neue Schlossherr liess die wuchernden Staudenausreuten und pflanzte hübsche Obstbäume und Reben anderen Stelle. 2 ) Ringsum machte er einen eichenen „verdeckten"
') NO und NW am Turme.
2 ) Noch heute ist der ganze Burghügel mit Beben bestanden.