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die von Arbon dieselbe zu halten. l ) Schon im Januar des fol-genden Jahres ist aber der Streit aufs neue ausgebrochen, 2 )und am 13. Juni 1427 schreiben die von Arbon in voller Be-stürzung um die Hilfe der Stadt St. Gallen, auf das Gerüchtvon einem geplanten Ueberfall ihres Städtchens durch dieAppenzeller. 3 ) — Noch 1429, als Appenzeller Freischarenden Pfarrer von Romanshorn Georg von Ramschwag gefangenhatten und er ihnen wieder entrinnen konnte, lieferten vorden Mauern Arbons selbst die Knechte Hans Möttelis, unter-stützt von einigen Bürgern, den Appenzellem ein förmlichesTreffen. 4 ) Hans Mötteli und die Arboner hatten es gewiss nurdem Schutze St. Gallens, des alten Bundesgenossen der Appen-zeller, zu danken, dass sie in diesen Händeln mit dem unge-bändig'ten Hirtenvolke ohne Schaden davonkamen.
Es ist ungewiss, ob die Stösse, die Mötteli und die Bürger-schaft von Arbon ums Jahr 1436 mit dem reichen ArbonerBürger Hans Schiib bekamen, auch in Zusammenhang zu denAppenzeller Verhältnissen stehen. Schiib war mit Frau undKindern gelängen gelegt, sein Vermögen konfisziert worden.Die zwei Söhne des Gefangenen, Hans und Egli, aber brachtendeswegen Hans Mötteli und die Arboner in die Acht, und alsMötteli gegen Ende des Jahres 1439 nach Schaffhausen kam,wurde er von den beiden Brüdern als öffentlicher Aechterangefallen und ins Gefängnis gelegt. Seine Freilassung mussteer durch demütigende Konzessionen an die Schiib erkaufen.Uns unbekannte Tädingsleute hatten die Sache an die Handgenommen und von beiden Parteien eine Verschiebung dererstangesetzten Rechtstage erbeten. Sie stellten zwei Ver-mittlungsvorschläge auf, deren Annahme von den GebrüdernSchiib bedingungslos zugesagt wurde. Der erste ging dahin:Hans Mötteli und die Räte und Bürger von Arbon sollten
') Stdt.-A. St. Gallen Tr. XXV, 14.
2 ) Missiv an St. Gallen dat. vigilia eonversionis Pauli (24. Jan.) 1427.Stdt.-A. St. Gallen Tr. XXV, 22.
3 ) „Frytag vor corporis Xpi" 1427. Stdt.-A. St. Gallen Tr. XXV, 23.
*) Stdt.-A. St. Gallen Tr. XXV, 14; vgl. Zellweger, Gesch. des Appen-zeller Volkes I, 445.