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Kirchspiels Oerel. Dieses Gut steht weder in geogra-phischer, noch, so viel bekannt, in historischer Verbindungmit Ober-Ochtenhausen (Kirchspiels Selsingen), wenn auchnicht unwahrscheinlich, daß beide in den ältesten Zeiten derFamilie v. Oellleuillusön oder Oelltenseiu gehört haben.Diese wird schon in der ersten Hälfte des 14ten Jahrhundertsansgestorben sein. Als Mitglieder derselben erscheinen u.a.1219 Lurellart und Narre^elt cke Oellkeiullusen; 1241ksuuieus et ckollartiros cke Oelltenseii, 1253 nnd 1257ksnrieus äs Oellkorilluseir, 1286 Kenuiell v. Oellten-llusen, 1365 ckomimrs Kuckorus cke Oellteialluseii.
Nieder-Ochtenhausen kam später an die Familie v. ck.kietll. Schon wenigstens um 1450 hatte ülautin v. ck.küotll, Ksinriells Sohn, hier Besitzungen. Derselbe suchtebei dem Erzbischof Osullauck (st1463) um die Erlaubnißnach, ans solchen eine Burg oder ein eastunm erbauen zudürfen. Dieser schlug es aber mit den Worten ab: „Ickwill mi in den Schöttelpot tho Vörde nich kieken taten."(Nieder-Ochtenh. lag der Erzbisch. Residenz Vörde ganznahe.) Eben so unwillfährig zeigte sich Oeullaucks Nach-folger Keinrlell (st 1496), obgleich sonst ein großer Gönnerdes iVlartin v. ck. kietll. Erst des letztern Söhne, Nolelllouund Kücksu, setzten es bei dem Erzbischofe ckollamr kackedurch, daß sie um 1503 den fraglichen Ban vollführen konn-ten. Diese Brüder scheinen indessen Ochtenhansen getheiltnnd vielleicht damals gleich zwei Wohnungen darauf errichtetzuhaben. Wenigstens findet man von da an 2 Güter daselbst.
I. Das eine, welches Nslelliou v. ck. kietll bekam,vererbte sich von ihm auf seine männlichen Nachkommen(Kllerllauck st 1593 — Kücksu — Ollristopll st 1664 —kücksu) bis ans den Wismarschen Tribunal-Assessor undnachherigen Regierungsrath zu Stade Lellastiairv. ck. kietll(geb. 1.^.pr. 1674, st 5. cknn/ 1740). Dieser war seit17. 1705 mit Ollarletts keckwiA v. ck. kietll (st 5.Na^1738), Tochter des ckollarrir ^.reuck v. ck. K. a. Ritterhudeu. der NauKaueta v. 'We/lls, vermählt und hinterließ vonselbiger als einziges Kind, NauAnrstn. Willleimiirs v. ck.Kietll, nachdem sein im 1706 geborner Sohn, KückenOllristopll, bereits am 4. Oet. 1725 wieder verstorben war.Diese NauKg-ueta ^Villlslmins (geb. 1709, st 26. 1768)verheirathete sich zuerst mit dem Oberstlieutenant OttoOuote XVII. (geb. 1691, st 1741, Sohne des Meckelnb.Geh. Raths klleullauck Or. u. der Lopllia ckulians v. Kü-lovv), dem sie 1734 einen, 1760 wieder verstorbenen, Sohn,Lsllastian Knust, gebar. Sodann ehelichte sie den General-lieutenant Otto Orote XX. (geb. 1709, st 22. 1772,Sohn des Landschaftsdirectors Kunst cke aelliin Ou. a.Bresen. der Narians v. killrae). Diesem brachte sie Ochten-.Hausen zu, nnd erhielt er davon 8. Xov. 1763 die MatrikelEr vererbte solches Gut ans seinen Sohn, den damaligen
Kammerherrn, nachherigen Churköllnischcn Geh. Rath, spä-tern Prenss. Ouauckinaitue cke In Oarckerolle und Gesandtenin Hamburg, Grafen VnAust Otto Orote (geb. 19. Xov.1747, st 24. Naut. 1830), welcher 5. Xov. 1776 davonimmatriculirt wurde.
Demnächst ging das Gut — auf welche Art, weiß ichnicht — in das Eigenthum eines Oberst v. kastrorv über,welcher es 1800 besaß. Von diesem kaufte es der spätereGeh. Rath Klans Lurellarck Otto v. ck. Oeeüen (IstcrLinie) — immatriculirt davon 1809 —, welcher es aufseinen Sohn, den Rittmeister Ollristian Krieckuiell, vererbte,der es noch besitzt.
II. Das zweite Gut Nieder-Ochtenhausen hinterließder Eingangs gedachte Kücken v. ck. kietll (Nelellious Bru-der), welcher mit Oertrnck v. Kuess verheirathet war, seinemeinzigen Sohne Kuans. Dieser war Militair nnd blieb1551 bei der Belagerung von Braunschweig, unverehelicht.Seine Güter, also auch Ochtenhansen, zeigten sich so ver-schuldet (n. a. hatte klloinas v. ck. Decken eine Forderungvon 1000 Goldgulden darin stehen), daß weder kuan^ensSchwestern, noch sein nächster Vetter, kllorllauck v. ck. Kietll,sie annehmen wollten, sondern vielmehr Krampens Schwester-Sohne, dem Landdrosten .lollst Kollo noch im Jahre 1551abtraten. (Vick. die hierunter abgedruckte Urkunde; auch dieAnmerkung zu der Urkunde cke 1553).
Von ckollst kollr (st Weihnacht 1582) erbten Ochten-hansen seine Söhne, der Braunschweigsche Kammerherrknuellauck, a. Klein-Häuslingen, Rethem :c. (st 8. ülaut.1604) und der nachherige Landrath ckaeoll Kollo a. Het-horn (st um 1633 Z. Hierauf ging Ochtenhansen ans desletztern Sohn, kartolck Lollu, über. Dieser hatte, in Ge-meinschaft mit dem damaligen Eigenthümer des andern Gutsin Ochtenhansen, Olluistopll v. ck. kietll, um 1641 großeStreitigkeiten mit dem Amte Bremervörde, weil sie demsel-ben keine Gewalt und Jurisdiction auf ihrem „freien Dammezu Niederochtenhausen" einräumen wollten.
keutolck mußte nun aber 1647 alle seine Güter seinenCreditoren abtreten ^). Indessen muß er doch Ochtenhansen
0 Wie aus einer von diesen Brüdern nuuo 1591 besiegelten Vollmachthervorgeht, bedicncen dieselben sich merkwürdiger Weise eines abweichenden Wap-pens. Denn bei kureluirä sieht der Bär, sowohl im Schilde, als aufdem Helme, nach rechts, bei ünool, aber nach links. Im letzter» Siegel stelltL. Es hatte dieses vermuthlich dem Bremer Domherrn, Hieuä öelir(s 26. Nov. 1578) gehört und war von ihm auf seinen Neffen Jacob gekom-men, der dasselbe benutzte, weil er, 1591 noch stuäiosus, sich wohl noch keineigenes Petschaft hatte stechen lassen, was sonst bei jedem selbstständigcn Adrlichrnallgemeine Sitte war, wo denn meistens die Anfangsbuchstabe» des Namensdes Inhabers solchem Petschafte einverleibt wurden.
2) Wie bedeutend die Höllischen Besitzungen und Einkünfte in hiesigerProvinz zu der Zeit noch waren, erhellt aus dem damals aufgestellten vorpu»Izonoruiu. Danach hatte allein üsrtolcl Holn- in folgenden Ortschaften
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