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Die Familie von der Decken : in ihren verschiedenen Verhältnissen dargestellt
Entstehung
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Nota Z»

Dnrtold Otto v. d. Decken. 16141682.

(Siehe Seite 84^)

Nach dem Tode seiner Mutter, 1627, kam er als Pagean den Herzoglichen Hof zu Celle. 1629 trat er in Dä-nische, dann in Holländische und endlich in SchwedischeMilitärdienste, in welchen er zum Rittmeister aoancirte.Er nahm später seinen Abschied und vermählte sich 1637mit Dorothea v. Knigge. Während dieser mit 13 Kin-dern gesegneten Ehe trat er abermals, und zwar inKaiserliche Kriegsdienste, als Chef einer Frei-Compagnieunter Feidmarschall v. Hatzfeld, und verblieb darin bis zumFriedensschlüsse 1648.

Im Jahre 1650 erwarb er, nachdem er die meistenseiner Güter im Bremischen veräußert hatte, die 3 Güterzu Mittclhausen im Weimarschen und ward demnächst zumLandeshauptmann in Jena ernannt. Er starb 1682 ander Pest.

Er muß auch im Besitze eines Gutes, NamensSelbiz",gewesen sein, welches vermuthlich von seiner 2. Frau,Maria v. Köttschan, herrührte. In einem Rechtsgntachtender Jnristenfacnltät zu Jena für den OberstwachtmeisterVollrad Jobst, den Sohn des fraglichen Bartold Otto,heißt es in dieser Hinsicht:Hat Euer Vater, BartoldOtto v. d. Decken, seinem Weibe andrer Ehe das also ge-nannte Selbizer Lehn- und Ritterguth mit allen pertinen-tien ansf Zeit ihres lebens zum Genuß einzuräumen inseinem testament verordnet". Ein Weiteres findet sich überdieses Gut Nichts. Es wird nachher auf die Töchter derKöttschan übergegangen sein.

Ein anderer passns in jenem Rechtsgntachten wirftein nicht günstiges Licht auf diese Dame. Er lautet:

hatt aber eure Stieffmutter, als die Pestplage daselbst ein-geschlichen, sich entfernt, auch alß es ihr zu wißen gemachtworden, daß euer Vater daran krank darnieder liege, zuselbigem sich nicht begeben wollen, daß er auch also an derPest gestorben".

Am 9. März 1668 fnngirte Bartold Otto bei demfeierlichen Begräbnisse der Herzogin Magdalena Sybille,Gemahlin des Herzogs Friedrich Wilhelm von Altenburg.(Viel. Joh. Sebastian Müller's Annalen des Chur- undFürstlichen Hauses Sachsen, xa.A. 476). Er wird damalsnur Rittmeister genannt. (Auf einer Ahnentafel wirdBartold OttoErbherr auf Weissen-Schirmbach" genannt.)

Sein Bruder Claus Heinrich war zuletzt nicht, wieder Gen.-Feldzengmcister sagt, Hauptmann, sondernOberstlieutenant und starb nicht 1650, sondern1647.(Vici. Cnlemann, Denkmale des Mindenschen Adels). Erstand zuerst in Schwedischen, dann in Br.-LüneburgschenDiensten. Er kommt vor in des Gen.-FeldzeugmeistersWerkeHerzog Georg" III 80. Sonst ist über sein LebenNichts bekannt, sowie auch alle speciellen Nachrichten überdie Lebensnmstände seiner Nachkommen fehlen.

Uebrigcns war es nicht wie der Gen.-Feldzeug-meister in seinem Deckcnschen Buche, paA. X. irrthümlichberichtet dieser Claus Heinrich, dessen Erben von derAdministration des Altfürstl. Braunschweigschen Allodiiaufgerufen wurden, sondern es waren die Erben seinesVetters, des Oldenburgschen Drostcn Hermann v. d. Decken,bezielt. (Vici. den Artikel über letzteren.)