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des niedern Adels sondern fast alle Dynasten spurlosverschwinden. Es ist deshalb ganz natürlich, dass Johannv. Deckenbrock das ruhige Leben eines domcapitulari-schen Drosten und eines Regenten der mächtigen StadtMünster den Gefahren vorzog, welche ihn erwarteten,wenn er zu seinem Wohnsitz Dcckenbrock, welches ernicht einmal befestigen durfte, wählte.
Wir treffen ihn in den Urkunden aus den Jahren<1312. 1313. 1321. <1322. 1327. 1333. 1336. 1337. 1338.1339 und 1342 als Bürgermeister von Münster. Als sol-cher erneuerte er im Jahre 1312 den Bund der StädteMünster, Dortmund, Soest und Lippstadt; und als späterder Bischof Ludwig durch seine fortwährenden Fehdensich mit seinen Ständen ganz verfeindete, da war esvorzüglich Johann v. Deckenbrock, welcher am <15. Juni1334 ein Bündniss zum gegenseitigen Schutze zwischender Stadt und dem Domcapitel zu Stande brachte. Sosah sich der Bischof zuletzt von allen seinen Helfern ver-lassen und musste es sich sogar gefallen lassen, dass ihmim Jahre <1336 ein Rath, bestehend aus Edlen, Rittern,Prälaten und Vertretern der Stadt Münster (vier aus denErbmännern) zur Seite gesetzt wurde, mit welchem ergemeinschaftlich das Land zu regieren versprach. JohannDroste, damals Bürgermeister, war Mitglied dieses Ralhesund auch hier, wie in dem eben erwähnten Bündnissevom Jahre 1334, einer der zum voraus erwählten Schieds-richter bei etwaigen Streitigkeiten. Leider war aber dasLand zu sehr aufgeregt, als dass es sieb so leicht hättewieder beruhigen lassen und Johann v. Deckenbrock sahsich deshalb veranlasst, im Namen der Stadt Münstermit dem Edlen Ludolf von Steinhart im Jahre 1338 einSeparatbiindniss abzuschliessen, worin sich beide Con-trahenlen auf den Zeitraum von 4 Jahren zu einer gegen-seitigen Hülfe von 20 Gewappneten, im Falle einer Fehde,verpflichteten.